Idris Elba hat die jahrelangen Gerüchte um seine mögliche Besetzung als James Bond ungewöhnlich deutlich eingeordnet. In einem neuen Interview mit British GQ sagte der 53-jährige Schauspieler, die Spekulationen seien „nie legitim“ gewesen. Er habe die Vorstellung, selbst 007 zu spielen, zwar als Kompliment empfunden, aber nie als realistische Möglichkeit gesehen.
Wo steht der nächste James-Bond-Film?
Amazon MGM Studios sucht weiter nach dem neuen James Bond. Nach Daniel Craigs Abschied mit Keine Zeit zu sterben (2021) soll Denis Villeneuve die Reihe neu ausrichten, Nina Gold verantwortet das Casting. Laut Insidern liegt der Fokus auf einem jüngeren Darsteller, der die Rolle länger tragen kann. Idris Elba sieht sich selbst nicht als Kandidaten. Damit bleibt die zentrale Frage offen: Wer wird zum Gesicht der nächsten Bond-Ära?
Elbas Begründung geht dabei über das übliche Dementi hinaus. Er verweist nicht nur auf Alter, Produzentenpläne oder die lange Gerüchteküche rund um die Reihe, sondern auch auf die internationale Wahrnehmung der Figur. James Bond sei weltweit groß, manche Märkte würden einen schwarzen Mann in dieser Rolle aber nicht akzeptieren.
Elba macht zugleich klar, dass er Bond nicht grundsätzlich neu erfinden will. Die Figur sei Eskapismus, und genau das müsse sie auch bleiben. Seine Formulierung „Just be Bond“ bringt ziemlich präzise auf den Punkt, woran sich die Reihe nach Daniel Craig abarbeiten muss. Bond darf sich verändern, aber er darf nicht wirken, als werde er nur verändert, um eine Debatte zu bedienen.
Damit endet ein Gerücht, das sich seit Jahren verselbstständigt hatte. Elba wurde lange als einer der naheliegendsten Namen für die Craig-Nachfolge gehandelt. Seine Präsenz, seine britische Herkunft und seine Erfahrung mit harten, kontrollierten Figuren machten ihn für viele Fans zur idealen Wahl. Aus den Gerüchten wurde offenbar nie eine konkrete Casting-Option.
Wer wird 007?
Die Suche nach dem nächsten Bond läuft inzwischen konkreter. Casting Director Nina Gold, bekannt durch Game of Thrones und The Crown, arbeitet für Amazon MGM Studios an der Besetzung. Angeblich suchen Regisseur Villeneuve und das Studio nach einem eher jüngeren Darsteller. Tom Francis, bekannt aus dem Musical Sunset Boulevard, soll bereits vorgesprochen haben. Auch Jacob Elordi, Aaron Taylor-Johnson und Callum Turner werden weiterhin als mögliche Namen gehandelt.
Für Elba dürfte das Thema damit endgültig erledigt sein. Für Bond selbst ist es das nicht. Die Reihe steht vor der Frage, wie sie nach Craig weitermacht, ohne sich selbst zu verraten oder nur aus Angst vor Reibung auf Nummer sicher zu gehen. Elbas Aussage legt dabei einen wunden Punkt offen: Man kann Bond modernisieren. Man muss nur wissen, ob man eine Figur ernsthaft weiterentwickeln oder nur eine Marke glattpolieren möchte.

