Das Bild zeigt die Logos von Paramount, von United International Pictures, von Universal Pictures und von Warner Bros Discovery.

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Paramount gibt Universal-Partnerschaft für Warner-Übernahme auf

Um die EU-Freigabe für den 111-Milliarden-Dollar-Deal zu erhalten, zieht sich Paramount aus dem gemeinsamen Auslandsverleih mit Universal zurück.

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Von Ahmet Iscitürk

02.07.2026 - 08:36 Uhr

Paramount möchte Warner Bros. Discovery unbedingt übernehmen. Dafür gibt der Konzern nun eine Zusammenarbeit auf, die seit 1981 besteht. Paramount Skydance hat sich gegenüber der Europäischen Kommission verpflichtet, aus United International Pictures auszusteigen, dem gemeinsamen Auslandsverleih mit Universal Pictures. Brüssel verschob die vorläufige Entscheidung über den rund 111 Milliarden Dollar schweren Deal vom 7. auf den 22. Juli.

UIP: Mehr als Kinofilme

UIP deckt als Verleih ein breites Spektrum ab: Neben der Lizenzierung für Schulen, Unis, Hotels und Krankenhäuser außerhalb Nordamerikas sorgt das Unternehmen für nostalgische Kinoerlebnisse mit Klassikern wie Der Pate, Vertigo und Der weiße Hai.

United International Pictures, kurz UIP, vertreibt Filme von Paramount und Universal außerhalb Nordamerikas. Das Unternehmen unterhält eigene Büros in 16 Märkten und arbeitet in 43 weiteren mit Lizenzpartnern zusammen. In Europa ist der Verleih unter anderem in Dänemark, Kroatien, Ungarn, Norwegen, Polen und Schweden aktiv. Deutschland gehört nicht dazu, weshalb sich für deutsche Kinostarts durch den Ausstieg zunächst nichts ändern dürfte.

Paramount löst sich von UIP

Für die EU ist die Verbindung dennoch relevant. Nach der Übernahme würden Paramount Pictures und Warner Bros. Pictures unter einem Dach landen, während Paramount über UIP weiterhin eng mit Universal im internationalen Kinovertrieb verbunden wäre. Europäische Kinobetreiber hatten davor gewarnt, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb weiter schwächen und dem neuen Konzern zu viel Einfluss auf Filmangebot, Starttermine und Konditionen verschaffen könnte.

Paramount erklärt, das Zugeständnis räume die vorläufigen Bedenken der Kommission vollständig aus. Wie der Ausstieg aus UIP konkret abgewickelt wird, ist bislang offen. Die Übernahme hat in den USA bereits grünes Licht erhalten, wird aber weiterhin in Großbritannien geprüft. Dort geht es neben dem Wettbewerb auch um die Zusammenführung von Channel 5, CNN, TNT Sports, Paramount+ und HBO Max.

Paramount ist bereit, für die Übernahme von Warner eine 45 Jahre währende Partnerschaft zu opfern. Ob dieses Zugeständnis Brüssel ausreicht, entscheidet sich bis zum 22. Juli.

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