Dieses Bild zeigt die Logos von Paramount und Warner Bros. und darunter den Hammer eines Richters.

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Paramount und Warner Bros.: Kartellverfahren um Milliarden-Deal startet im März 2027

Das Kartellverfahren zur Übernahme von Warner Bros. durch Paramount startet im März 2027. Bis zum Abschluss häufen sich täglich Millionen an Gebühren an.

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Von Tilman Kicinski

05.08.2026 - 13:29 Uhr

Der Deal zwischen Paramount und Warner Bros. Discovery ist noch nicht in trockenen Tüchern. Ein Kartellrechtsklage soll nun klären, ob die Übernahme rechtens wäre oder die Gefahr einer Monopolbildung besteht. Sowohl aus der Branche als auch aus Verbraucherverbänden hagelt es Kritik. Richterin Araceli Martinez-Olguin hat den Beginn der Anhörung nun auf März 2027 angesetzt.

Monopol-Gefahr: Was bringt der Milliarden-Deal?

Der 111 Milliarden Dollar schwere Deal zwischen Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery ist überaus umstritten und auch politisch brisant. Auf der einen Seite steht die enorme Marktmacht, die die Unternehmen so gewinnen würden. Kritiker befürchten, dass sowohl Verbraucher als auch Angestellte so an Einfluss verlieren und dem Medienkonglomerat ausgeliefert sein werden. Über 5.500 Filmschaffende haben bereits einen offenen Brief gegen den Deal unterzeichnet.

Auch die politische Nähe von Paramount zu US-Präsident Donald Trump wird kritisiert. Es wird befürchtet, dass künftig auch auf Inhalte von Warner Bros. Einfluss genommen wird. Letzten Sommer wurde The Late Show von Stephen Colbert nach kritischen Äußerungen über die Trump-Regierung abgesetzt. Kritiker fürchten weitere Einflussnahmen dieser Art, sollte der Deal durchgehen.

Teures Warten auf den Prozessbeginn 2027

Die Anhörung zur Übernahme wurde nun von der zuständigen Richterin Araceli Martinez-Olguin für den 2. März 2027 festgelegt. Das Verfahren soll zwölf Verhandlungstage umfassen und am 19. März 2027 enden. Paramount hatte um eine Vorverlegung auf November 2026 gebeten, während die Writers Guild of America sowie zwölf Generalstaatsanwälte, die gegen den Deal klagen, um einen Termin im April 2027 gebeten haben.

Grund dafür könnte auch sein, dass ab dem 1. Oktober für Paramount eine Gebühr von sieben Millionen US-Dollar pro Tag anfällt, die bei Abschluss des Deals an die Shareholder von Warner Bros. gezahlt werden muss. Bis zum Ende der Verhandlung im März 2027 beläuft sich die Summe somit bereits auf stattliche 1,2 Milliarden US-Dollar.

Legal oder nicht legal, das ist hier die Frage

In einer E-Mail an Variety von einem Paramount-Vertreter heißt es: “Das Gericht hat einen Verhandlungstermin für Anfang März festgelegt. Wir respektieren die Entscheidung des Gerichts und sind weiterhin davon überzeugt, dass eine Verhandlung in der Sache der beste und direkteste Weg für uns ist, um zu beweisen, was wir von Anfang an gesagt haben – dass diese Transaktion rechtmäßig und wettbewerbsfördernd ist und keine kartellrechtlichen Bedenken aufwirft.”

“Die gegen uns erhobene Klage entbehrt jeder Grundlage – sowohl in sachlicher und wirtschaftlicher Hinsicht als auch im Kartellrecht. Wir werden die Transaktion weiterhin energisch verteidigen und sind nach wie vor bestrebt, sie so bald wie möglich abzuschließen, damit ihre Vorteile für die Kreativbranche und die Verbraucher zum Tragen kommen können.”

Eine Koalition aus zwölf Bundesstaaten hatte im Juli Klage gegen die Übernahme eingereicht und den Unternehmen vorgeworfen, so unrechtmäßig Konkurrenz zu verringern, während die Writers Guild of America, die kurz danach Klage einreichte, argumentiert, dass dadurch auch die Arbeitsbedingungen für Filmschaffende verschlechtert werden.