Der berühmte Ghostface-Killer steht in einem brennenden Haus. Er trägt die ikonische Maske und den bekannten schwarzen Umhang.

Quelle: Paramount Pictures

“Scream 7”: Matthew Lillard bereut seine Rückkehr nach der Entlassung von Melissa Barrera

Matthew Lillard bedauerte seine Rückkehr für “Scream 7” nach der Entlassung von Melissa Barrera und kritisierte die Entscheidung der Produktion scharf.

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Von Tilman Kicinski

17.09.2026 - 12:35 Uhr

Nachdem sich Melissa Barrera in den Sozialen Medien kritisch über den Israel-Palästina-Konflikt äußerte und sich gegen die Tötung der Zivilbevölkerung aussprach, wurde sie von der Produktion entlassen. Ihre Kritik wird dabei jedoch von einigen Schauspielkollegen geteilt. Gerade deshalb schämt sich Matthew Lillard für seine fortgesetzte Beteiligung an “Scream 7”.

Politische Haltung in Hollywood

Matthew Lillard war als Stu Macher einer der beiden Original-Killer im ersten “Scream”-Film. In diese Rolle kehrte er auch für “Scream 7” zurück und das mit einigem Erfolg, denn der Film wurde der finanziell erfolgreichste der Reihe. Während einer Vorführung zum 30-jährigen Jubiläum von “Scream” wurde Lillard gefragt, ob es als Schauspieler schwer sei, sich politisch zu äußern.

“Ich weiß nicht, wie ich es sonst machen soll”, erklärt er. “Ich habe selbst queere Kinder. Wenn ich mich nicht für queere Kinder oder Kinder aus der Trans-Community einsetze, was zum Teufel mache ich dann überhaupt? Wenn ich mich nicht gegen die ICE wehre, was zum Teufel mache ich dann überhaupt?”

Bereits letztes Jahr war Lillard in den Schlagzeilen, als er bei einer “Scream”-Vorstellung “Fuck ICE” rief. Doch es ist nicht immer leicht, sich mit Überzeugung zu äußern. Co-Star Melissa Barrera wurde von der Produktionsfirma Spyglass entlassen, nachdem sie sich kritisch über Israel äußerte. Spyglass habe “Nulltoleranz gegenüber Antisemitismus oder der Anstiftung zum Hass in jeglicher Form, einschließlich falscher Bezüge auf Völkermord, ethnische Säuberung, Verfälschung des Holocausts oder alles, was in eklatanter Weise die Grenze zur Hassrede überschreitet”, hieß es in der Begründung.

Lillards späte Reue über die Zusage

“Melissa Barrera, eine wunderbare Schauspielerin, wurde wegen ihrer Äußerungen nach den Ereignissen rund um Palästina – also dem, was in Israel angefangen hat – gefeuert. Das ist wirklich verdammter Blödsinn und sehr hart, aber sie steht auf der richtigen Seite der Geschichte”, fährt Lillard fort. “Wenn man dir deinen Job wegnehmen will, sind manche Dinge es manchmal wert … Als das Melissa passierte, hat sich die ganze Welt nicht zu Wort gemeldet. Aber sie war ein Jahr zu früh dran mit der Erkenntnis, was da eigentlich vor sich geht. Aber die ganze Welt hätte sich zu Wort melden und sagen sollen: ‘Sie hat recht.’ Und das hat sie nicht getan. Und das ist brutal.”

“Ich bin zurückgegangen, um bei „Scream“ mitzumachen, und wurde dafür kritisiert. Und ich dachte mir: ‘Oh, Scheiße. Das ist hart.’ Das tut mir leid. Ich schäme mich dafür. Denn in diesem Moment war ich so begeistert, wieder dabei zu sein, dass ich nicht wirklich an Melissa und diesen Weg gedacht habe. Ich habe nicht Nein gesagt. Es ist mir peinlich; das ist die Wahrheit … Ich habe es vermasselt. Damit stehe ich auf der falschen Seite der Geschichte. Ich bin immer noch gerne in dem Film dabei, [aber] es war vielleicht nicht die beste Idee.”

Auch Fans der Reihe blieben nicht still, als Barrera entlassen wurde und protestierten während der Premiere von “Scream 7”. Immer mehr Schauspieler und Verbände sprechen sich gegen Israels Vorgehen aus, so auch Mark Ruffalo. Dieser wurde nun von Antisemitismusvorwürfen überhäuft, wogegen sich ein Verbund von jüdischen Künstlern aussprach. Der Einsatz gegen das Leiden der Zivilbevölkerung im Gazastreifen darf keineswegs mit Antisemitismus gleichgesetzt werden, betonen sie in einem offenen Brief.