Spider-Noir: Nicholas Cage in seinem schwarzen Spinnenkostüm.

Quelle: Amazon Prime Video

Nicolas Cage kritisiert Marvel: Das MCU wird zu einer verherrlichten WWE

Nicolas Cage vergleicht das MCU mit einer verherrlichten WWE. Trotz der Debatten im Netz betont der Oscar-Preisträger seine Liebe zum Genre.

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Von Tilman Kicinski

01.10.2026 - 13:42 Uhr

Oscar-Gewinner Nicolas Cage hat sich während der Fan Expo Dallas zum aktuellen Zustand des Marvel Cinematic Universe geäußert. Während seine Kritik sicher nicht unberechtigt ist, werden seine Aussagen heftig in den sozialen Medien diskutiert. Einige stimmen dem Schauspieler in allen Punkten zu, doch andere verweisen nicht zu Unrecht auf Cages eigene Superhelden-Projekte. “Spider-Noir” wurde erst diesen Monat abgesetzt.

Vergleich mit Wrestling und WWE

“Ich sage das wirklich mit Liebe”, bekräftigt Cage auf der Convention (via The Playlist). “Wenn ich diese über 50-jährigen, ansonsten intelligenten und bemerkenswert begabten Schauspieler sehe, wie sie diese lächerlichen Outfits anziehen und sich auf den Kampf vorbereiten – seien wir ehrlich, es läuft doch alles auf den Kampf hinaus –, fällt es mir schwer, nicht daran erinnert zu werden, dass das MCU zu einer gut finanzierten und verherrlichten WWE wird.”

Cages Aussage wurde prompt in den sozialen Medien aufgegriffen und teils hitzig debattiert. Einige stimmen dabei zu, dass das MCU seinen Funken verloren hat und nur immer mehr vom Immergleichen liefert. Dabei steht der Unterhaltungswert weniger in Frage als das zugrunde liegende Konzept.

Ein marodes Fundament

Andere werfen dem Schauspieler vor, dass seine Äußerung vom Frust über die Absetzung von “Spider-Noir” getrieben ist. Nach nur einer Staffel wurde die Amazon-Serie abgesetzt. Dabei gab sich Cage beim Bekanntwerden des Serienendes zufrieden mit dem Ergebnis: “Für mich ist eine Staffel perfekt, da ich mit diesem gefährlichen, innovativen Pop-Art-Spider-Man alles gesagt habe, was ich sagen wollte. Kopf hoch, es geht voran.”

Parallel werden bei Amazon und Sony neue “Spider-Man”-Projekte entwickelt. Während online noch wild diskutiert wird, zeigt Cages Statement bereits zu Beginn, dass er nicht grundsätzlich schlecht über Superheldenfilmen denkt. Auch will er nicht die Beteiligten und Schauspieler diskreditieren. Seine Kritik richtet sich an die Basis, das Fundament, auf dem das MCU ruht und welches mehr und mehr bröckelt.

Ob das MCU das Ruder mit “Avengers: Doomsday” herumreißen kann, bleibt abzuwarten. Der Film startet am 16. Dezember in den deutschen Kinos. Vor kurzem wurde auch die Encore-Fassung von “Avengers: Endgame” veröffentlicht, die die Lücke zu “Doomsday” schließen soll.