Vor knapp 40 Jahren führte uns Clive Barker zum ersten Mal in die Welt von “Hellraiser” ein, in der Schmerz und Vergnügen sehr nah beieinander liegen. Nachdem die Entwickler von Saber Interactive mit “Hellraiser: Revival” das unter Horrorfans beliebte Franchise zurück in die Welt der Videospiele brachten, hat auch Regisseur Clive Barker “neue Ideen” für seine Filmreihe bekommen.
Clive Barker plant neue Hellraiser-Projekte
“Ich glaube, was in diesem Spiel erreicht wurde, ist ein Weckruf für jeden, der an der Entstehung einer Spielereihe wie ‘Hellraiser’ beteiligt war”, erklärt Clive Barker gegenüber Dread Central. “Es geht darum, seine Ideen wieder aufzugreifen, damit man auf ganz neue Weise in bereits bestehende Welten zurückkehren kann. Ich habe viele Ideen, die ich gerne im ‘Hellraiser’-Universum umgesetzt sehen würde, und ich habe vor, weiterhin daran zu arbeiten.”
1986 veröffentlichte Barker sein Buch “The Hellbound Heart”, welches er 1987 zum ersten Teil der “Hellraiser”-Filmreihe adaptierte. Während er am zweiten Teil noch am Drehbuch beteiligt war, wirkte er bei anderen Verfilmungen nur noch als Produzent mit, wenn überhaupt. Ein neuer Film von Clive Barker selbst wäre also durchaus spannend zu sehen.
Reif für den Index: Der holprige Weg von Revival
Mit insgesamt elf Filmen, verschiedenen Videospielen sowie Comics und Büchern hat sich “Hellraiser” zu einem großen Franchise entwickelt, welches sich unter Horrorfans großer Beliebtheit erfreut. Aufgrund der starken Gewaltdarstellungen und der häufigen Verbindung mit sexueller Lust, standen verschiedene Filme und Spiele immer wieder auf dem Index oder sollten gar nicht in Deutschland erscheinen.
Das neueste Spiel, “Clive Barker’s Hellraiser: Revival”, sollte ursprünglich gar nicht in Deutschland erscheinen und hat erst in letzter Minute eine USK-Freigabe erhalten. Beim Antesten kam das Spiel bei Ahmet jedoch nicht ganz so gut weg: “Hellraiser: Revival wählt stattdessen meist die plumpste denkbare Lesart und behandelt die Vorlage über weite Strecken wie einen billigen B-Movie-Splatter aus der Wühlkiste. Nach knapp fünf Stunden war bei mir deshalb endgültig die Luft raus.”
“Umso seltsamer finde ich, dass Hellraiser: Revival teilweise sehr hohe Wertungen kassiert. Denn über Geschmack lässt sich streiten, über hakelige Kämpfe, strunzdumme Gegner oder eine schwache Erzählung deutlich weniger”, schreibt er weiter. Fans scheinen vom Spiel dagegen angetaner zu sein und vergeben auf Metacritic 8,4 von 10 Punkten, während Kritiker nur mit einer 69er Wertung versehen. Auch irgendwie ironisch in dem Kontext.

