Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit (2026) ist auf Platz eins der nordamerikanischen Kinocharts gestartet. Steven Spielbergs Science-Fiction-Thriller spielte zum Auftakt 44 Millionen US-Dollar in den USA und Kanada ein. Weltweit kamen am ersten Wochenende 92,9 Millionen US-Dollar zusammen.
Das Erfolgs-Duo: Spielberg und Koepp
Mit Disclosure Day setzen Steven Spielberg und David Koepp eine Zusammenarbeit fort, die seit mehr als drei Jahrzehnten das Blockbusterkino prägt. Koepp schrieb bereits die Drehbücher zu Jurassic Park (1993), Vergessene Welt: Jurassic Park (1997), Krieg der Welten (2005) und Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (2008). Disclosure Day ist ihre fünfte gemeinsame Arbeit als Regisseur und Drehbuchautor.
Damit gelang dem 79-jährigen Regisseur der beste Start eines Originalfilms seiner Karriere. Ganz so spektakulär ist der Rekord allerdings nicht. Fortsetzungen und etablierte Marken fallen aus dem Vergleich, außerdem sind die Zahlen nicht inflationsbereinigt. Und selbst innerhalb dieser engen Kategorie bleibt das Ergebnis überschaubar. 44 Millionen US-Dollar in Nordamerika sind solide, für einen neuen Steven-Spielberg-Film mit einem Budget von rund 115 Millionen US-Dollar aber kaum ein Triumph. Erst recht nicht, weil Spielberg hier zu genau jener Art von Science-Fiction zurückkehrt, mit der er einige seiner größten Erfolge feierte.
Disclosure Day kostete rund 115 Millionen US-Dollar und muss sich deshalb auch in den kommenden Wochen behaupten. Ein weltweiter Start von 92,9 Millionen US-Dollar klingt bereits nach einem Großteil des Budgets, doch die Rechnung funktioniert im Kino nicht so einfach. Ein Teil der Einnahmen bleibt bei den Kinobetreibern, zudem sind die Kosten für Werbung und Vertrieb in der genannten Produktionssumme nicht enthalten.
Kino für Erwachsene?
Hoffnung macht Universal vor allem die Altersstruktur des Publikums. 41 Prozent der nordamerikanischen Kinogäste waren mindestens 45 Jahre alt. Diese Zielgruppe entscheidet nicht zwangsläufig am ersten Wochenende über Erfolg oder Misserfolg eines Films. Disclosure Day könnte sich deshalb länger halten als ein typischer Sommer-Blockbuster, der nach dem Startwochenende massiv an Publikum verliert. Voraussetzung ist allerdings, dass die Mundpropaganda stimmt.
Ganz eindeutig fällt die Reaktion des Publikums bislang allerdings nicht aus. Die US-Kinobesucher vergaben bei CinemaScore ein B. Das ist kein Desaster, für einen großen Sommerfilm aber auch kein überschwängliches Vertrauensvotum. Bei Rotten Tomatoes kam Disclosure Day zum Zeitpunkt der Auswertung auf 80 Prozent positive Kritiken.
Besessen von Erfolg
Die Konkurrenz bleibt ebenfalls stark. Der mit weniger als einer Million US-Dollar budgetierte Horrorfilm Obsession (2026) nahm an seinem fünften Wochenende weitere 19 Millionen US-Dollar ein und steht inzwischen bei 286,5 Millionen US-Dollar weltweit. Scary Movie (2026) fiel mit 14,5 Millionen US-Dollar auf Platz drei zurück, während Backrooms (2026) weltweit bereits 262,3 Millionen US-Dollar erreicht hat.
Kurz: Spielbergs neuestes Werk hat einen soliden Start hingelegt und Platz eins der Kinocharts erobert. Mit einem Einspielergebnis von 92,9 Millionen US-Dollar kann man jedoch noch nicht von einem großen Kinoereignis sprechen.

