Die dritte Entlassungswelle dieses Jahr trifft den Medienriesen Disney. Unter dem neuen CEO Josh D’Amaro werden erneut Stellen abgebaut. Hauptsächlich betroffen sind Arbeitsplätze im Technikbereich und der Personalverwaltung. Eine vierte Welle könnte schon bald die Fernsehabteilung des Unternehmens treffen, welche unter der Leitung von Debra OConnell umstrukturiert werden soll.
Restrukturierung im Disney-Konzern
Neben der Fernsehabteilung, die intern noch einmal reorganisiert werden soll, ist auch die ‘Motion Pictures’-Abteilung von den neuen Entlassungen ausgenommen. Dazu sei gesagt, dass Disney zum Ende des Finanzjahres 2025 etwa 231.000 Mitarbeiter hatte, davon 172.000 in den USA und 59.000 im Rest der Welt. 16 Prozent sind Teilzeitangestellte und wiederum 8 Prozent saisonale Hilfskräfte.
Chief Legal und Global Affairs Officer Horacio Gutierrez sprach bereits in einem Memo vom 18. September von “harten Entscheidungen” und “Investitionen in Personal”. Das Ziel war da bereits ein “sehr viel kleineres Unternehmen” zu werden. Diese Umstrukturierungen sollen durch die “Automatisierung bestimmter Arbeitsabläufe durch den Einsatz modernster Technologien” geschafft werden.
Sparen durch künstliche Intelligenz
Mit diesen “modernsten Technologien” ist höchstwahrscheinlich KI gemeint. Mehrere Disney-nahe Personen haben sich bereits für den Einsatz von generativer KI ausgesprochen, unter anderem die Russo-Brüder, die derzeit “Avengers: Doomsday” verantworten.
D’Amaro hatte den Posten des CEOs von Bob Iger im März übernommen und im April bereits 1.000 Mitarbeiter entlassen. Mehrere Hundert Personen folgten im Juli, vor allem bei Pixar und National Geographic. Dabei scheint das finanzielle Konzept dahinter jedoch aufzugehen, denn auch Iger hatte seit 2022 etwa 8.000 Mitarbeiter entlassen und so wohl 7,5 Milliarden US-Dollar an Ausgaben eingespart. Bedeutend mehr als ursprünglich angenommen. Ob der vermehrte Einsatz von KI jedoch die Qualität der Disney-Produktionen steigert, bleibt abzuwarten.

