Zum Kinostart war “Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben” alles andere als ein Erfolg. Es war sogar ein regelrechter Flop. Auch der spätere Erfolg im Streaming konnte Paramount nicht überzeugen, eine Fortsetzung zu verwirklichen. Das hat die Regisseure aber nicht davon abgehalten, ein Sequel zu schreiben. Auch wenn immer noch kein Studio gefunden wurde, bleibt die Hoffnung auf einen zweiten Teil ungebrochen.
Trotz Kino-Flop beliebt bei den Fans
208,2 Millionen US-Dollar spielte “Ehre unter Dieben” weltweit an den Kinokassen ein. Dem gegenüber standen 150 Millionen Budget. Nicht gerade das was man einen Hit nennt. Dazu kommt die lange und schwierige Produktion des Films. Dennoch kann sich das Endprodukt sehen lassen. Auf Rotten Tomatoes hält der Film 91 Prozent der Kritikerwertung und sogar 92 Prozent bei den Zuschauern.
Fans waren auf jeden Fall überzeugt und viele kleine Details und Anspielungen auf die Welt von Dungeons & Dragons machten den Film herzlich und wunderbar nerdig. Umso glücklicher bin ich, dass die Regisseure Jonathan Goldstein und Jon Francis Daley ihr Herzensprojekt nicht aufgegeben haben. “Ich glaube, Hasbro ist fest davon überzeugt, und wenn sie einen Studio-Partner finden, mit dem das Projekt realisierbar ist, werden sie es vorantreiben wollen. Genauso wie unsere Produzenten”, erklären die beiden in einem Gespräch mit The Playlist.
Der steinige Weg zu Dungeons & Dragons 2
“Ich meine, schau mal, das liegt uns sehr am Herzen, weil wir es geliebt haben, den ersten Teil zu drehen. Wir haben uns in die Figuren verliebt, und eine Fortsetzung birgt so viel Potenzial, weil der erste Akt nicht mit Erklärungen oder einer Einführung in diese Familie gefüllt ist, an die wir uns bereits gewöhnt haben. Man kann also quasi direkt in die Geschichte einsteigen, was wirklich schön ist… Es gibt natürlich praktische Einschränkungen seitens der Geldgeber, und wer weiß, ob der Film jemals gedreht wird, aber wir waren stolz auf das Drehbuch zur Fortsetzung und hoffen, dass es irgendwann doch noch einen Weg findet.”
Dabei sprechen die Regisseure auch die finanziellen Probleme an, die den ersten Teil plagten: “Der Kinostart des ersten Films war wirklich ein Fall von ungünstigem Timing. Er kam vier Tage vor dem ‘Super Mario [Bros.]’-Film in die Kinos, der alle Rekorde brach. Er kam einen Monat, nachdem Wizards of the Coast die offizielle Spielelizenz geändert hatte, was viele D&D-Fans dazu veranlasste, das Spiel zu boykottieren, und ich glaube nicht, dass das Marketing genug getan hat, um Leuten, die noch keine Fans waren, klarzumachen, dass dieser Film vielleicht etwas für sie sein könnte. Ja, es war also eine perfekte Kombination all dieser Faktoren, und wir werden sehen, wie es weitergeht.”
Da Netflix erst vor Kurzem mitteilte, dass an einer Dungeons & Dragons-Serie gearbeitet wird, könnte sich der Streaming-Dienst womöglich auch für das Sequel erwärmen. Der Zeitpunkt dafür ist auch günstig, denn seit Baldur’s Gate 3 hat die Welt von Dungeons & Dragons viel Aufmerksamkeit bekommen.

