Jim Carrey könnte Weihnachten ein weiteres Mal ruinieren. Universal Pictures und Imagine Entertainment arbeiten an einer Fortsetzung von Der Grinch (2000). Der Schauspieler befindet sich in Verhandlungen, um erneut in die Rolle des grünen Weihnachtsmuffels zu schlüpfen. Auch Ron Howard soll als Regisseur zurückkehren.
Welche Verfilmungen gibt es?
Der Grinch stammt aus dem 1957 veröffentlichten Kinderbuch Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat von Dr. Seuss. Die erste bekannte Verfilmung war das animierte Fernsehspecial Der Grinch (1966), bei dem Chuck Jones Regie führte. Im Jahr 2000 folgte Ron Howards Realfilm Der Grinch mit Jim Carrey. Illumination produzierte 2018 zudem den Animationsfilm Der Grinch.
Howard produziert den bislang noch unbetitelten Film gemeinsam mit seinem langjährigen Imagine-Entertainment-Partner Brian Grazer. Das Drehbuch stammt von Alec Berg, Jeff Schaffer und David Mandel. Das Trio arbeitete unter anderem an der Comedyserie Lass es, Larry! (2000–2024) und schrieb bereits die Dr.-Seuss-Verfilmung Ein Kater macht Theater (2003).
Über die Handlung, den Produktionsbeginn und einen möglichen Kinostart ist bislang nichts bekannt. Das Projekt befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase. Carreys Rückkehr ist daher ebenso wenig vertraglich besiegelt wie jene von Ron Howard. Immerhin haben Howard und Imagine Entertainment inzwischen öffentlich bestätigt, dass die Fortsetzung tatsächlich entwickelt wird.
Carrey ohne Maske
Dass Carrey grundsätzlich Interesse an einem zweiten Film hat, erklärte er bereits Ende 2024. Die damalige Verwandlung in den Grinch möchte er allerdings nicht noch einmal auf dieselbe Weise durchstehen. Das stundenlange Auftragen von Make-up und Prothesen sei extrem belastend gewesen. Während der Dreharbeiten habe er kaum atmen können. Eine Rückkehr könne er sich deshalb vor allem mithilfe moderner Motion-Capture-Technik vorstellen.
Für das Original saß Carrey jeden Drehtag rund zweieinhalb Stunden in der Maske. Die Prozedur wurde für ihn zur Tortur. Schließlich engagierte die Produktion sogar einen Spezialisten, der ihm beibrachte, mit der extremen Belastung umzugehen. Immerhin wurde das Make-Up später mit einem Oscar ausgezeichnet.
Finanziell zahlte sich die Tortur ebenfalls aus. Der Grinch entwickelte sich im Jahr 2000 zum erfolgreichsten Film an den US-Kinokassen und spielte weltweit rund 345 Millionen US-Dollar ein. Trotz durchwachsener Kritiken gehört die Verfilmung von Dr. Seuss’ Kinderbuch inzwischen zum festen Weihnachtsprogramm vieler Haushalte.

