Lex Luthor hat ein simples, für ihn unerträgliches Problem: Gegen Superman reicht sein Genie nicht. Geld, Macht und Kontrolle bringen ihn nur bis zu dem Punkt, an dem der Mann aus Stahl im Raum steht. Genau deshalb ist der Warsuit in den Comics so ein starkes Bild. Er macht Luthors Kränkung sichtbar: Ein Mensch, der sich für überlegen hält, muss sich erst in eine Maschine einschließen, um Superman überhaupt direkt gegenübertreten zu können.
Der DCU-Neustart
Unter der Leitung von James Gunn und Peter Safran entsteht ein neues DC-Filmuniversum. Man of Tomorrow soll im Juli 2027 in die Kinos kommen und setzt Gunns ersten Superman-Film fort.
James Gunn hat nun ein erstes Setbild aus Man of Tomorrow geteilt und damit genau diese Rüstung angeteasert. Auf dem Bild ist Nicholas Hoult als Lex Luthor in einer massiven Variante des bekannten Kampfanzugs zu sehen. Grün und Violett bleiben als Comic-Signal klar erkennbar, doch die Rüstung wirkt schwerer, kantiger und weniger wie ein Kostüm als wie eine Maschine, in die sich Luthor einschließt. Das passt zur Figur. Der Warsuit imitiert Superman nicht. Er macht sichtbar, dass Luthor ihm ohne Technik nicht gewachsen ist.
Lex Luthor will Superman nicht einfach besiegen. Er will beweisen, dass Superman gar nicht nötig ist. Doch James Gunn hat bereits erklärt, dass Superman und Lex Luthor im Film bis zu einem gewissen Grad zusammenarbeiten müssen, um sich einer deutlich größeren Bedrohung zu stellen. Gleichzeitig bezeichnete er den Film als ebenso sehr über Lex wie über Superman. Der Warsuit passt genau in dieses Spannungsfeld. Er ist nicht nur Fanservice, sondern eine klare Ansage: Luthor bleibt nicht im Hintergrund, während andere kämpfen. Er tritt selbst in den Ring.
Diese größere Bedrohung dürfte Brainiac sein. Der deutsche Schauspieler Lars Eidinger soll den klassischen Superman-Gegner spielen. Für DC ist das bemerkenswert, weil Brainiac bislang nie als zentrale Figur auf der großen Kinoleinwand angekommen ist. Dabei gehört er zu Supermans wichtigsten Gegenspielern: kühl, berechnend, besessen vom Sammeln ganzer Welten und fast vollständig frei von Mitgefühl. Neben ihm wirkt selbst Lex Luthor beinahe bescheiden. Das muss man erst einmal schaffen.
Man of Tomorrow soll am 9. Juli 2027 in die Kinos kommen. Neben David Corenswet als Superman und Nicholas Hoult als Lex Luthor kehren unter anderem Rachel Brosnahan als Lois Lane, Skyler Gisondo als Jimmy Olsen, Isabela Merced als Hawkgirl, Nathan Fillion als Guy Gardner und Edi Gathegi als Mister Terrific zurück. Außerdem sind Adria Arjona und Aaron Pierre dabei.
Lars Eidinger als Brainiac?
Lars Eidinger soll in Man of Tomorrow den klassischen Superman-Gegner Brainiac spielen. Für den deutschen Theater- und Filmstar wäre das der bisher größte Hollywood-Schritt, aber kein Sprung aus dem Nichts: Eidinger war bereits in internationalen Produktionen wie White Noise und Irma Vep zu sehen und stand zuletzt in Jay Kelly an der Seite von George Clooney vor der Kamera.
Gunns Superman brachte weltweit rund 619 Millionen Dollar ein und war damit ein stabiler Startpunkt für das neue DCU. Man of Tomorrow muss zeigen, ob daraus mehr wird als ein geglückter Neustart.

