Michael: Michael Jackson steht mit seiner Crew im Aufzug. Er trägt ein auffälliges Oberteil, das an einen Zirkusdirektor erinnert.

Quelle: Universal Pictures / Michael Trailer

„Michael“ überholt „Oppenheimer“ und schreibt Kinogeschichte

Das Michael-Jackson-Biopic steht weltweit bei 977,5 Millionen US-Dollar. Damit ist der Film die erfolgreichste Filmbiografie aller Zeiten.

Foto des Autors

Von Ahmet Iscitürk

29.06.2026 - 05:56 Uhr

Schon am ersten Wochenende stellte Michael (2026) neue Rekorde für Filmbiografien auf. Zehn Wochen später gehört dem Film auch die wichtigste Bestmarke: Nach den vorläufigen Zahlen für das Wochenende hat Antoine Fuquas Biopic weltweit 977,5 Millionen US-Dollar eingespielt und damit Christopher Nolans Oppenheimer (2023) überholt.

Die erfolgreichsten Biopics

  1. Michael: 977,5 Millionen US-Dollar
  2. Oppenheimer: 975,8 Millionen US-Dollar
  3. Bohemian Rhapsody: 911 Millionen US-Dollar

Die Beträge sind nicht inflationsbereinigt und umfassen sämtliche Kinoauswertungen. Bei Michael handelt es sich noch um eine vorläufige Zwischensumme.

Oppenheimer beendete seine Kinoauswertung bei 975,8 Millionen US-Dollar. Der Vorsprung fällt mit rund 1,7 Millionen Dollar noch knapp aus, doch während Nolans Film längst abgerechnet ist, läuft Michael weiterhin im Kino. Von seinem bisherigen Ergebnis stammen 370,2 Millionen Dollar aus den USA und Kanada, weitere 607,2 Millionen Dollar aus den internationalen Märkten.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Die Milliarde rückt näher

Im weltweiten Jahresranking liegt Michael derzeit auf Platz zwei. Mehr Geld spielte 2026 bislang nur Der Super Mario Galaxy Film mit knapp 1,01 Milliarden Dollar ein. Dem Jackson-Biopic fehlen noch rund 22,5 Millionen Dollar, um als erste Filmbiografie überhaupt die Milliardengrenze zu überschreiten.

Auch in Deutschland entwickelte sich der Film zu einem großen Erfolg. Seit dem Kinostart am 22. April wurden rund 2,59 Millionen Eintrittskarten verkauft und knapp 28,9 Millionen Euro umgesetzt.

Bemerkenswert ist der Erfolg auch deshalb, weil die Kritiken überwiegend negativ ausfielen. Der von Jacksons Nachlassverwaltung unterstützte Film konzentriert sich auf den Aufstieg des Sängers und endet 1988 mit der Bad-Tour. Die später gegen Jackson erhobenen Missbrauchsvorwürfe bleiben ausgespart. Die daraus entstandene Debatte hat den Lauf an den Kinokassen allerdings nicht gebremst.

Lionsgate arbeitet bereits an einer Fortsetzung. Nach Angaben des Studios könnten dafür 25 bis 30 Prozent bereits gedrehten Materials verwendet werden. Einen Starttermin gibt es bislang nicht. Wirtschaftlich stellt sich die Frage nach einem zweiten Teil ohnehin kaum noch. Schwieriger wird, wie er mit jenen Jahren umgeht, die der erste Film bewusst ignoriert.

Schreibe einen Kommentar