THE BATMAN: Robert Pattinson im Batman-Kostüm von schräg oben fotografiert. Er wirkt entschlossen.

Quelle: Warner Bros.

Robert Pattinson wehrt sich gegen Batman-Kritik: „Ich habe jeden verdammten Tag trainiert“

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Von Ahmet Iscitürk

03.06.2026 - 10:24 Uhr

Robert Pattinson hat offenbar noch eine kleine Rechnung mit jenen offen, die seinen Körper in The Batman (2022) damals für zu schmächtig hielten. In einem Gespräch mit GQ machte der Schauspieler deutlich, dass die Erzählung vom angeblich untrainierten Batman nicht ganz zu seiner tatsächlichen Vorbereitung passt. Oder etwas direkter gesagt: Pattinson behauptet, er habe jeden verdammten Tag trainiert.

Ein eigenes Batman-Universum

The Batman: Part II ist unabhängig vom neuen DC-Universum unter James Gunn. Matt Reeves‘ Filme laufen unter dem Label „DC Elseworlds“ und bauen mit Spin-offs wie der Serie The Penguin eine völlig eigenständige, düstere Krimi-Saga in Gotham City auf.

Die Kritik kam damals nicht aus dem Nichts. Pattinson hatte in früheren Interviews selbst mit der Idee gespielt, körperliches Training für Superheldenrollen eher lässig abzutun. Das fiel ihm später auf die Füße. Viele machten daraus die einfache Geschichte vom Indie-Schauspieler, der keine Lust auf das übliche Marvel- und DC-Muskelprogramm hatte. Pattinson sagt nun, dass das nicht stimmte. Er habe täglich trainiert, teils sogar zweimal am Tag und zu absurd frühen Uhrzeiten. Das Problem sei eher gewesen, dass er trotz dieses Aufwands immer noch nicht so ausgesehen habe, wie manche Fans es von einem Batman erwarten.

Genau darin steckt der eigentlich interessante Punkt. Pattinsons Bruce Wayne war in The Batman nie als glänzende Fitnessstudio-Fantasie angelegt. Matt Reeves zeigte keinen Playboy mit perfekt ausgeleuchteter Bauchmuskulatur, sondern einen jungen, verbissenen Mann, der sich in seiner Rüstung vergräbt und Gotham eher erträgt als beherrscht. Dieser Batman wirkte nicht deshalb gefährlich, weil er aussah wie ein Proteinpulver-Testimonial. Er wirkte gefährlich, weil er kaputt genug war, sich immer wieder dem Verbrechen in den Weg zu stellen.

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Trotzdem bereitet sich Pattinson für The Batman: Part II offenbar deutlich intensiver vor. Er habe sich in seinem Haus in Beverly Hills ein eigenes Fitnessstudio eingerichtet, um für die Fortsetzung zu trainieren. Die Dreharbeiten sollen demnächst beginnen, doch Pattinson scheint selbst noch nicht alle Details des Plans zu kennen. Laut eigener Aussage erfuhr er erst von einem Stuntman, dass ihn elf Wochen Nachtdrehs erwarten. Einen offiziellen Zeitplan habe ihm zu diesem Zeitpunkt offenbar noch niemand geschickt.

Die Anekdote passt zu Pattinson, weil sie genau diesen Abstand zeigt, den er zu seiner eigenen Starrolle hält. Er spielt Batman, wirkt aber nicht wie jemand, der sich oder seine Arbeit unnötig aufbläst. Gleichzeitig macht seine Aussage klar, dass bei The Batman: Part II inzwischen Bewegung reinkommt. Nach mehreren Verschiebungen ist der US-Kinostart derzeit für den 1. Oktober 2027 geplant.

Pattinson spricht seit Jahren offen darüber, wie sehr ihn die körperlichen Erwartungen in Hollywood nerven. Schon während der Twilight-Zeit setzte ihm der Vergleich mit Taylor Lautner zu, später kritisierte er den Druck, für Rollen in extreme Trainings- und Ernährungsroutinen zu rutschen. Seine neue Aussage ist deshalb mehr als eine verspätete Antwort auf alte Internet-Kommentare. Wer Batman spielt, soll offenbar nicht nur glaubwürdig kämpfen können. Er soll auch den Körper liefern, den das Publikum von Batman erwartet.

Kurt Cobain als Vorbild

Regisseur Matt Reeves legte seinen Bruce Wayne von Beginn an nicht als polierten Milliardär an. Inspiriert von Nirvana-Frontmann Kurt Cobain, kreierte er einen vom Trauma gezeichneten Außenseiter, dessen schlaksigere Physis exakt dieser künstlerischen Vision entsprach.

Für The Batman: Part II dürfte Pattinsons Körper trotzdem nur am Rand entscheidend sein. Sein erster Batman funktionierte nicht, weil er der breiteste Mann im Raum war. Er funktionierte, weil Pattinson einen Bruce Wayne spielte, der nicht über Gotham steht, sondern selbst von dieser Stadt gezeichnet ist. Wenn die Fortsetzung daran anknüpft, darf er gerne weiter trainieren. Entscheidend bleibt, ob Reeves und Pattinson wieder diesen Bruce Wayne finden: keinen coolen Rächer, sondern einen Mann, der Pflicht in Obsession verwandelt. Muskeln kann man aufbauen. Diese innere Unruhe muss man spielen können.

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