Tom Hollands Fred-Astaire-Biopic nimmt nach mehreren Jahren Entwicklungszeit weiter Fahrt auf. Der Schauspieler hat bereits erste Tanzproben absolviert und will nach dem Ende seiner aktuellen Pressetour vollständig ins Training einsteigen. Die ersten Einheiten hätten ihm gleichermaßen Vorfreude und gehörigen Respekt vor der Aufgabe eingeflößt.
Fred Astaires Stil
Astaire ließ seine Tänze möglichst von Kopf bis Fuß und mit wenigen Schnitten aufnehmen. Die Kamera sollte die Choreografie zeigen, statt sie durch Nahaufnahmen und hektische Montage zu ersetzen.
Tom Holland will jede Tanznummer selbst übernehmen
Holland verfolgt dabei einen anspruchsvollen Plan: Er möchte sämtliche Tanzszenen selbst spielen und nach Möglichkeit vollständig auf Doubles verzichten. Die Nummern sollen zudem in langen, ungeschnittenen Einstellungen entstehen. Damit orientiert sich der Film nicht nur an Astaires Bewegungen, sondern auch an der Art, wie dessen Tänze für das Kino inszeniert wurden.
Ganz unvorbereitet beginnt Holland diese Arbeit nicht. Der Schauspieler stand bereits als Kind in der Titelrolle von Billy Elliot – The Musical auf der Bühne des Londoner West Ends. Für Astaire kehrt er nun nach längerer Pause zum intensiven Tanztraining zurück.
Die bislang unbetitelte Filmbiografie befindet sich seit 2021 bei Sony in Entwicklung. Regie führt Paul King, der mit Paddington (2014), Paddington 2 (2017) und Wonka (2023) bereits mehrfach bewiesen hat, dass große Studioproduktionen bei ihm nicht auf Ausstattung und Schauwerte beschränkt bleiben. Ein Kinostart steht noch nicht fest.
Astaires Witwe lehnt den Film weiterhin ab
Unbelastet ist das Projekt allerdings nicht. Robyn Astaire erklärte 2025 über ein anwaltliches Schreiben an Produzentin Amy Pascal, dass weder sie noch der Nachlass den Film genehmigt hätten. Sie warnte die Produktion insbesondere davor, den Eindruck zu erwecken, das Biopic sei von ihr autorisiert. Fred Astaire selbst soll testamentarisch darum gebeten haben, seine Lebensgeschichte nicht verfilmen zu lassen.

