Fantastic Four: First Steps – Paul Walter Hauser als Mole-Man lächelt.

Quelle: Marvel/Disney

Marvel-Star spricht offen über seine Gage: Aus 250.000 Dollar wurden am Ende deutlich weniger

Paul Walter Hauser spielte Mole Man in The Fantastic Four: First Steps und erklärt ungewöhnlich offen, wie stark ein Hollywood-Scheck schrumpfen kann.

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Von Ahmet Iscitürk

29.05.2026 - 10:46 Uhr

Wenn im Marvel-Kosmos über Geld gesprochen wird, geht es normalerweise um Einspielergebnisse, Budgets oder die Frage, wie viele Nullen Robert Downey Jr. diesmal auf dem Scheck stehen hat. Nun hat Paul Walter Hauser verraten, was er für seine Rolle als Mole Man in The Fantastic Four: First Steps bekommen hat und wie viel davon tatsächlich übrig blieb.

Wer ist Paul Walter Hauser?

Der US-Schauspieler feierte seinen Durchbruch in „I, Tonya“ (2017) und glänzte in Serien wie „Black Bird“ und „Cobra Kai“. In „Fantastic Four: First Steps“ übernahm er die Marvel-Schurkenrolle Mole Man, deren Screentime im finalen Schnitt jedoch drastisch reduziert wurde.

Im Vulture-Podcast Good One erklärte Paul Walter Hauser, wie wenig glamourös so ein Marvel-Scheck am Ende ausfallen kann. Für seine Rolle als Mole Man in The Fantastic Four: First Steps nannte er beispielhaft rund 250.000 Dollar. Danach kommen Steuern, Management, Agent, Anwalt, Business Manager und weitere Abzüge. Aus einem großen Geldhaufen wird so ziemlich schnell ein deutlich kleineres Häufchen. Am Ende, so Hauser, sehe ein Honorar von 250.000 Dollar eher wie 136.000 Dollar aus.

Das ist natürlich immer noch viel Geld. Hauser betonte selbst, dass diese Summe nach jedem normalen Maßstab sehr ordentlich sei. Sein Punkt ist aber ein anderer: Eine solche Gage mache einen Schauspieler nicht automatisch für den Rest seines Lebens sorgenfrei. Gerade bei Nebenrollen in großen Produktionen entsteht von außen schnell der Eindruck, ein Marvel-Auftritt bedeute automatisch den Sprung in die finanzielle Unabhängigkeit.

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Genau deshalb erklärte Hauser auch, warum er in den vergangenen Jahren in so vielen Projekten zu sehen war. Seit seinem Durchbruch mit I, Tonya arbeitet er auffällig konstant, nicht nur im Kino, sondern auch in Serien wie Cobra Kai und sogar als Wrestler. Das klingt nach manischer Beschäftigungstherapie, ist laut Hauser aber vor allem praktische Notwendigkeit. Er müsse viel arbeiten, um weiter Geld zu verdienen.

Interessant ist dabei auch, dass Hauser The Fantastic Four: First Steps offenbar zu seinen größeren Jobs zählt. Gleichzeitig machte er klar, dass kleinere Produktionen wie The Luckiest Man in America oder Balls Up finanziell nicht mit einem Marvel-Film oder dem Bruce-Springsteen-Biopic Springsteen: Deliver Me from Nowhere vergleichbar seien. Anders gesagt: Selbst ein Schauspieler, der regelmäßig in bekannten Projekten auftaucht, lebt nicht automatisch in der Gehaltsliga der ganz großen Franchise-Gesichter.

Wenn Rollen der Schere zum Opfer fallen

Hausers Rolle als Mole Man wurde in The Fantastic Four: First Steps zwar nicht komplett gestrichen, fiel aber offenbar deutlich kleiner aus, als ursprünglich geplant. Der Film wurde in der Postproduktion spürbar gestrafft. Besonders prominent traf es John Malkovich, dessen Auftritt als Red Ghost komplett aus der finalen Fassung entfernt wurde. Regisseur Matt Shakman sprach später von einer schmerzhaften Entscheidung, begründete sie aber mit der Menge an Figuren, Weltenbau und Handlung, die der Film unter einen Hut bringen musste.

Damit passt Hausers Gehaltsbeichte ziemlich gut zu einem größeren Thema: Die Marvel-Maschine wirkt von außen gigantisch, glatt poliert und finanziell fast absurd überdimensioniert. Für viele Darstellerinnen und Darsteller abseits der absoluten Hauptrollen bleibt sie aber offenbar ein gut bezahlter Job, nicht der goldene Freifahrtschein.

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