ie ersten Reaktionen zu Supergirl (2026) sind da. Der zweite Kinofilm des neuen DC Universe scheint sich deutlich von Superman (2025) abzusetzen. Statt erneut auf strahlenden Idealismus zu setzen, schickt Regisseur Craig Gillespie seine Hauptfigur offenbar durch ein schmutziges, melancholisches und überraschend hartes Weltraumabenteuer. Besonders Milly Alcock erhält viel Lob für ihre Darstellung von Kara Zor-El. Auch Jason Momoa sorgt als Lobo für Begeisterung.
Auf welchem Comic basiert Supergirl?
Der Film basiert auf der achtteiligen Comicreihe Supergirl: Woman of Tomorrow (2021–2022) von Autor Tom King und Zeichnerin Bilquis Evely. Darin trifft Kara auf die junge Ruthye Marye Knoll, die den Mord an ihrem Vater rächen will. Die gemeinsame Reise führt beide durch das All und stellt Supergirls Verständnis von Gerechtigkeit zunehmend infrage.
Journalist Mike Ryan (Uprox, Movieline) hatte nach eigener Aussage einen wesentlich leichteren Film erwartet. Ein Weltraumabenteuer mit Superhelden und bekannten Songs ließ ihn zunächst an Guardians of the Galaxy (2014) oder Superman denken. Tatsächlich spiele und wirke Supergirl jedoch eher wie ein Film aus der Welt von Mad Max: dreckige Planeten, widerliche Gegner und eine selbstzerstörerische Hauptfigur. Damit dürfte der Film jene kosmische Richtung einschlagen, die das DCU bislang nur angedeutet hat.
Auch Germain Lussier von Gizmodo bezeichnet Supergirl als ausgesprochen unterhaltsam. Die emotionale Wirkung von Superman erreiche der Film seiner Ansicht nach zwar nicht, als Ergänzung funktioniere er jedoch hervorragend. Lussier lobt vor allem die Figuren, ihre komplexeren Beziehungen und die emotionale Wucht, durch die auch die Action stärker zur Geltung komme.
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Mehr InformationenRachel Leishman vom US-Unterhaltungsmagazin The Mary Sue lobt, dass Kara nicht einfach als weibliche Version ihres berühmten Cousins inszeniert wird. Sie darf chaotisch, fehlerhaft und widersprüchlich sein und entwickelt gerade daraus ihre eigene Form des Heldentums. Der Filmjournalist und Moderator Chris Killian beschreibt Supergirl dagegen als Mischung aus Guardians of the Galaxy (2014), True Grit (2010) und Mad Max. Das Ergebnis sei dreckig, komisch und überraschend düster. Milly Alcock überzeuge besonders in den Szenen über Karas traumatische Vergangenheit. Jason Momoa wirke als Lobo wiederum, als hätte er endlich jene Rolle gefunden, auf die seine gesamte Karriere zugelaufen ist.
Es gibt auch kritische Stimmen
Vollständig geschlossen fällt die Begeisterung allerdings nicht aus. Die Filmkritikerin Tessa Smith, Betreiberin der Seite Mama’s Geeky und Mitglied der Critics Choice Association, bezeichnet Supergirl als durchwachsen. Milly Alcock und Jason Momoa würden zwar glänzen, einige Änderungen gegenüber der Comicvorlage und ein blasser Gegenspieler verhinderten jedoch ein stärkeres Ergebnis.
Der britische Filmjournalist Simon Thompson hält Supergirl ebenfalls nicht für einen Volltreffer. Er lobt jedoch das hohe Tempo, die Action, den Humor sowie die aufwendigen Kulissen und Kostüme. Damit zeichnet sich ein recht klares Bild ab: Milly Alcock und Jason Momoa überzeugen, beim Film selbst gehen die Urteile auseinander.
Regie führte Craig Gillespie, der mit I, Tonya (2017) und Cruella (2021) bereits bewiesen hat, dass ihn widersprüchliche Frauenfiguren mehr interessieren als makellose Heldinnen.
Supergirl startet am 25. Juni 2026 in den deutschen Kinos.

