THE SOCIAL RECKONING: Jeremy Strong als Mark Zuckerberg sitzt vor dem US-Kongress.

Quelle: Sony Pictures Entertainment

„The Social Reckoning“: Jesse Eisenberg will nicht mehr Mark Zuckerberg sein

Aaron Sorkin versuchte drei Tage lang, den Schauspieler zur Rückkehr als Mark Zuckerberg zu bewegen. Eisenberg wollte die Verbindung zum Facebook-Gründer jedoch nicht erneuern.

Foto des Autors

Von Ahmet Iscitürk

29.06.2026 - 05:27 Uhr

Jesse Eisenberg wurde durch The Social Network (2010) endgültig zum Star und für seine Darstellung von Mark Zuckerberg sogar für den Oscar nominiert. Für The Social Reckoning (2026) hätte er nun zu seiner bekanntesten Rolle zurückkehren können.

Er lehnte ab.

Gegenüber Variety erklärte Eisenberg, er habe mehrere Tage mit Autor und Regisseur Aaron Sorkin über den Film gesprochen. Ein leichtes Gespräch dürfte das nicht gewesen sein. Sorkin sei so klug, charmant und wortgewandt, dass sich eine Absage beinahe anfühle, als würde man seine Eltern enttäuschen.

Was ist The Social Reckoning?

Der Film basiert auf den sogenannten Facebook Files des Wall Street Journal. Im Mittelpunkt stehen die Facebook-Ingenieurin und spätere Whistleblowerin Frances Haugen, gespielt von Mikey Madison, sowie der Journalist Jeff Horwitz, verkörpert von Jeremy Allen White. Haugen übergab Horwitz interne Dokumente, die belegen sollten, dass Facebook die schädlichen Folgen seiner Plattform kannte und dennoch nicht ausreichend dagegen vorging.

„Ich habe ihm gesagt, dass ich mich in meinem Leben in andere Richtungen bewege“, erklärte der Schauspieler. Seine Absage habe nichts mit der Qualität des Drehbuchs oder des Films zu tun. Er sei sich sicher, dass The Social Reckoning hervorragend werde. Er wolle lediglich nicht länger mit der Figur Mark Zuckerberg in Verbindung gebracht werden.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Aaron Sorkin versuchte es drei Tage lang

Sorkin hatte bereits Anfang Juni erzählt, dass er Eisenberg drei Tage lang zur Rückkehr bewegen wollte. Für ihn gehörte die Rolle weiterhin dem Schauspieler, der Zuckerberg im ersten Film verkörpert hatte. Eisenberg ließ sich jedoch nicht umstimmen.

Nach Sorkins Darstellung störte ihn vor allem, ständig mit dem realen Zuckerberg gleichgesetzt zu werden. Noch immer kämen Menschen an Flughäfen mit Visitenkarten auf ihn zu, auf denen der aus The Social Network bekannte Spruch „Ich bin CEO, Schlampe“ steht, und bäten ihn um ein Autogramm.

Eine Rolle kann einen Schauspieler berühmt machen. Sie kann ihn aber auch für immer verfolgen..

Jeremy Strong übernimmt deshalb in The Social Reckoning die Rolle des inzwischen deutlich älteren Mark Zuckerberg. Sorkin zufolge zeigte der Succession-Star bereits am ersten Drehtag, wie gründlich er sich vorbereitet hatte: Strong begrüßte ihn am Morgen schon mit Zuckerbergs Stimme.

Schreibe einen Kommentar