Justin Baldoni hat sich erstmals ausführlicher nach dem juristischen Streit mit Blake Lively geäußert. In einem gemeinsamen Instagram-Video mit seiner Frau Emily Baldoni spricht der Schauspieler und Regisseur über die vergangenen zwei Jahre, ohne Lively namentlich zu nennen. Der Fall um It Ends With Us ist juristisch zwar weitgehend abgeräumt. Aus der Öffentlichkeit verschwunden ist er damit nicht.
Was ist It Ends With Us?
It Ends With Us basiert auf Colleen Hoovers Bestseller und startete 2024 in den Kinos. Justin Baldoni führte Regie und spielte neben Blake Lively eine Hauptrolle. Der Film wurde ein kommerzieller Erfolg, stand aber schon kurz nach dem Start im Schatten des Rechtsstreits.
Baldoni erklärt in dem Video, er habe lange geschwiegen. Nicht, weil es nichts zu sagen gegeben habe, sondern weil sich der richtige Zeitpunkt erst jetzt ergeben habe. Emily Baldoni spricht von Schmerz, Trauma und einem Gefühl von Ungerechtigkeit. Beide betonen zugleich, dass sie sich nun auf Heilung, Familie und ihren Glauben konzentrieren wollen.
Lively warf Baldoni und weiteren Beteiligten im Zusammenhang mit It Ends With Us unter anderem sexuelle Belästigung und mutmaßliche Vergeltungsmaßnahmen vor. Baldoni wies die Vorwürfe zurück und reichte später eine 400-Millionen-Dollar-Gegenklage gegen Lively, Ryan Reynolds, deren Publizistin Leslie Sloane und weitere Parteien ein. Diese Gegenklage wurde abgewiesen.
Im Mai 2026 einigten sich die Parteien kurz vor dem geplanten Prozess. Baldonis Anwalt Bryan Freedman stellte das Ergebnis anschließend als vollständigen Sieg für seine Mandanten dar. Nach seiner Darstellung habe Lively ihre verbliebenen Ansprüche fallen gelassen, ohne dass Wayfarer Studios einen Teil der geforderten 300 Millionen Dollar gezahlt habe.
Ganz erledigt ist der Streit trotzdem nicht. Ein Bundesrichter entschied im Juni, dass Lively Anwaltskosten im Zusammenhang mit Baldonis Gegenklage geltend machen kann. Lively fordert inzwischen mehr als 8 Millionen Dollar an Gebühren und Kosten. Über die konkrete Summe ist noch nicht entschieden; Baldonis Seite kann bis zum 13. Juli reagieren.
Baldonis Video ist damit kein Schlussstrich, sondern der nächste Versuch, den Fall öffentlich einzuordnen. Juristisch wurde der Konflikt eingedämmt, medial läuft er weiter. Beide Seiten beanspruchen die Deutungshoheit, beide verweisen auf Dokumente, die ihre Darstellung stützen sollen. Was davon Wahrheit, Schutzbehauptung oder juristische Spitzfindigkeit ist, lässt sich auch nach der Einigung nicht sauber sortieren.

