Colony: es ist ein äußerst unappetitlicher Zombie zu sehen, der offensichtlich auf Beute aufmerksam wurde.

Quelle: Showbox, WowPoint, Smilegate, Midnight Studio

„Train to Busan“-Regisseur meldet sich mit Zombie-Hit zurück: Colony stürmt Koreas Kinocharts

Yeon Sang-hos neuer Zombie-Thriller Colony läuft in Südkorea stark an und erreicht schon am zweiten Wochenende mehr als drei Millionen Besucher.

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Von Ahmet Iscitürk

01.06.2026 - 13:01 Uhr

Der südkoreanische Regisseur, der bereits mit Train to Busan (2016) einen sehr beliebten Zombie-Film ablieferte, feiert mit seinem neuen Streifen Colony (2026) gerade einen massiven Kinoerfolg in seiner Heimat. Nach der Weltpremiere in der Midnight-Screenings-Reihe des Filmfestivals von Cannes startete der Film am 21. Mai in Südkorea und übersprang bereits am zweiten Wochenende die Marke von drei Millionen verkauften Tickets.

Gianna Juns blutige Netflix-Vergangenheit

Für Hauptdarstellerin Gianna Jun (Jun Ji-hyun) ist der Kampf gegen Infizierte kein Neuland. 2021 war sie in Kingdom: Ashin of the North zu sehen, dem Netflix-Ableger der erfolgreichen südkoreanischen Zombie-Serie Kingdom.

Nach aktuellen Zahlen der Korean Film Council-Datenbank KOFIC steht Colony bei rund 3,475 Millionen Besuchern und einem Einspielergebnis von 24,84 Millionen US-Dollar. Damit ist der Film derzeit der zweiterfolgreichste Kinostart des Jahres in Südkorea, hinter The King’s Warden (2026), der mit rund 108 Millionen US-Dollar noch einmal in einer ganz anderen Gewichtsklasse spielt. Doch das Tempo ist dennoch erstaunlich: Colony erreichte die Drei-Millionen-Marke bereits am zehnten Tag. The King’s Warden brauchte dafür 14 Tage.

Für Yeon Sang-ho ist das mehr als nur ein solides Comeback im Genre. Colony erzählt von einer Biotechnologie-Professorin, gespielt von Jun Ji-hyun, international auch als Gianna Jun bekannt, die während einer Konferenz in Seoul in einen Virusausbruch gerät. Die Infizierten verwandeln sich dabei nicht einfach nur in die üblichen schlurfenden Fleischfresser, sondern entwickeln sich unberechenbar weiter. Also genau die Sorte Katastrophe, bei der man nach fünf Minuten weiß: Die PowerPoint-Präsentation kann heute leider nicht mehr beendet werden.

Der Erfolg kommt zu einem spannenden Zeitpunkt für das koreanische Kino. Laut Bericht stammen sechs der zehn erfolgreichsten Filme des Jahres in Südkorea aus heimischer Produktion. Neben Colony und The King’s Warden gehören dazu unter anderem Salmokji: Whispering Water (2026), Once We Were Us (2026), Humint (2026) und Choir of God (2026). Das ist deshalb bemerkenswert, weil lokale Produktionen in den vergangenen Jahren immer wieder mit schwankenden Besucherzahlen zu kämpfen hatten. Jetzt sieht es zumindest danach aus, als würde das heimische Publikum wieder stärker auf koreanische Stoffe anspringen.

Ein wichtiges Comeback für Yeon Sang-ho

Mit Train to Busan (2016) prägte Yeon Sang-ho das moderne Zombie-Kino, doch das deutlich CGI-lastigere Sequel Peninsula (2020) wurde wesentlich geteilter aufgenommen. Colony steht deshalb auch für die Frage, ob Yeon Sang-ho im Zombie-Genre wieder zu alter Stärke findet. An den südkoreanischen Kinokassen fällt die Antwort derzeit ziemlich klar aus.

Auch international ist Colony kein kleiner Nischentitel. Showbox bringt den Film nicht nur in Südkorea in die Kinos, sondern verantwortet auch den Weltvertrieb. Der Thriller wurde bereits in mehr als 120 Territorien verkauft, darunter Nordamerika, wo Well Go USA die Auswertung übernimmt. Damit ist Colony nicht nur ein lokaler Box-Office-Erfolg, sondern auch ein weiterer Beleg dafür, wie stark koreanisches Genre-Kino weltweit gefragt bleibt.

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