Batgirl war bereits abgedreht, als Warner Bros. entschied, den Film nicht zu veröffentlichen. Vier Jahre später kennt selbst J.K. Simmons, der Commissioner Gordon spielte, die genaue Begründung nicht. Im Podcast Happy Sad Confused bezeichnete er die Entscheidung als „bizarr“ und erklärte, dass er den Film nie gesehen habe.
Wer ist Barbara Gordon?
Barbara Gordon ist die Tochter von Gothams Polizeichef James Gordon und eine enge Verbündete Batmans. 1967 trat sie in Detective Comics #359 erstmals als Batgirl auf. Nachdem der Joker sie anschoss und sie zeitweise querschnittsgelähmt war, unterstützte sie andere Helden als Hackerin und Informationszentrale Oracle. Später kehrte sie als Batgirl zurück.
J.K. Simmons sah „Batgirl“ selbst nie
„Offenbar hat ein Testpublikum ihn gesehen, und es war nicht so, dass die Bewertung schlecht ausgefallen wäre“, sagte Simmons. „Es war offensichtlich irgendeine geschäftliche Entscheidung.“
An die Dreharbeiten mit den Regisseuren Adil El Arbi und Bilall Fallah erinnert sich der Schauspieler dagegen gern. Batgirl sollte die Entstehungsgeschichte von Barbara Gordon erzählen, der Tochter von Commissioner Gordon. Simmons habe damals mit einem unterhaltsamen Superheldenfilm gerechnet. Ob die Öffentlichkeit ihn jemals sehen werde, wisse er nicht.
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Mehr InformationenWarner Bros. erklärte den Film für nicht veröffentlichbar
Warner Bros. Discovery stoppte Batgirl im August 2022. Der für HBO Max geplante Film war abgedreht und befand sich in der Nachbearbeitung. Sein Budget war während der Produktion auf rund 90 Millionen Dollar gestiegen. Das Studio begründete die Absage offiziell mit einer strategischen Neuausrichtung von DC und HBO Max. Branchenberichte brachten die Entscheidung zudem mit einer Abschreibung im Zuge der Fusion von WarnerMedia und Discovery in Verbindung.
Im Januar 2023 lieferte Peter Safran eine deutlich härtere Begründung. Der Co-Chef von DC Studios erklärte, Batgirl sei „nicht veröffentlichbar“ gewesen und hätte sowohl DC als auch den beteiligten Filmschaffenden geschadet. Er verteidigte die Absage ausdrücklich als richtige Entscheidung.
Dass Simmons nun von einer keineswegs vernichtenden Testreaktion spricht, löst diesen Widerspruch nicht auf. Es zeigt vor allem, wie wenig selbst die Beteiligten über die Entscheidung erfuhren. Ob Batgirl tatsächlich nicht zu retten war oder vor allem einer Bilanzentscheidung zum Opfer fiel, lässt sich von außen nicht überprüfen.

