Fast 30 Jahre sind seit dem letzten Teil vergangen. Seit dem Ende der 80er-Jahre bis 1998 waren Danny Glover und Mel Gibson die Protagonisten der “Lethal Weapon”-Filme. Als chaotisches Cop-Duo mit allerlei absurden Sprüchen gehörten sie in die Riege der klassischen Actionhelden der 80er- und 90er-Jahre. Seit Jahren arbeitet Mel Gibson an einem weiteren Teil. Nun hat er ein erstes Update für “Lethal Weapon 5” geteilt.
Erste Details zur Handlung der Fortsetzung
In einem Gespräch mit Collider erzählt der Schauspieler, was den Charakteren in der Zwischenzeit so widerfahren ist und wie sie im fünften Teil an die Vorgänger anknüpfen würden. “Die Figuren sind ganz anders. Sie sind älter. Der eine ist im Ruhestand. Der andere hat einen Schreibtischjob. Er hat deutlich zugenommen, und es ist Low-Tech. Es gibt keine großen Explosionen und all so etwas. Aber es hat trotzdem die Energie und, wie ich finde, die Dynamik eines großen Actionfilms.”
Plan sei es aber nicht, direkt an die Vorgänger anzuknüpfen, sondern eine eigene Geschichte zu erzählen. Der Film soll auch für sich stehen können. In Bezug auf eine Actionszene sagt Gibson: “Es ist eine Verfolgungsjagd zu Fuß, oder? Aber sie ist irgendwie wie eine Verfolgungsjagd mit Autos gefilmt. Sie enthält also immer noch alle Elemente der anderen Filme, ist aber bei weitem nicht so kompliziert. Dafür geht es hier mehr um die Menschen, die darin vorkommen.”
Gibson führt das Erbe von Richard Donner fort
Nachdem der ursprüngliche Regisseur Richard Donner verstarb, will nun Gibson selbst die Regie übernehmen: “Donner, Gott hab ihn selig, sagte zu mir mit dieser tiefen Stimme: ‘Hey Junge, wenn ich mal das Zeitliche segne, übernimmst du das hier, oder?’ Ich sagte: ‘Halt die Klappe! Du gehst nirgendwo hin.’ Und natürlich ist er gestorben. Und weißt du, als er starb, habe ich nichts gesagt. Aber anscheinend hatte er das auch anderen Leuten gesagt, also kamen sie alle zu mir und sagten: ‘Du übernimmst die Regie.’ Ich sagte: ‘Ja, okay.’”
“Donner arbeitete, als er 90 Jahre alt war, am fünften Drehbuch, und natürlich ist er mitten in der Arbeit verstorben. Also habe ich mich mit dem Drehbuchautor zusammengesetzt, und wir haben es fertiggestellt, wobei wir uns immer gefragt haben: ‘Was würde Donner tun?’ Das war unser Leitgedanke, und ich finde, dass das fünfte Drehbuch besser ist als alle anderen. Aber es steckt in einer Art industrieller Filmhölle fest, aus der man es nicht befreien kann, um es zu verfilmen.”
Mögliche Wende durch Studio-Übernahme
“Richard Wenk und ich hatten das Drehbuch fertiggestellt, und wir wollten mit der Produktion beginnen, aber das Projekt kam einfach nie richtig in Gang”, erklärt Gibson die Produktionsschwierigkeiten. “Ich glaube, Warner ist damals irgendwie ins Trudeln geraten… also ist das Projekt irgendwo in der Versenkung verschwunden, und jetzt hat dieser David Ellison von Paramount Warner wohl übernommen oder wird es übernehmen – zumindest sieht es so aus. Und vielleicht, nur vielleicht, werden sie das Projekt wieder aus der Versenkung holen, und dann könnte es in etwa einem Jahr oder so zu sehen sein.”
Dass der Schauspieler auf eine Wiederbelebung seines Projekts hofft, wenn Paramount Skydance Warner Bros. Discovery übernimmt, kommt nicht von ungefähr. Beiden werden enge Verbindungen zum US-Präsidenten Donald Trump nachgesagt. Während Mel Gibson von Trump zu dessen Vertreter in Hollywood erklärt wurde, soll die Familie des Paramount-Chefs David Ellison ebenfalls dem US-Präsidenten sehr nahestehen. Kritiker befürchten, dass eine Übernahme auch politischen Einfluss auf das Programm von Warner Bros. zur Folge hätte.

