Dieses Bild zeigt die Logos von Paramount und Warner Bros. und darunter den Hammer eines Richters.

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Paramount übernimmt Warner Bros Discovery: Richterin genehmigt Megadeal

Richterliche Genehmigung erteilt: Paramount übernimmt Warner Bros. Discovery. Trotz scharfer Kritik startet nun die Umsetzung der Mega-Fusion.

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Von Tilman Kicinski

01.10.2026 - 12:25 Uhr

Die gewaltige 111-Milliarden-US-Dollar-Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount wurde genehmigt. Beide Firmen können nun mit der Fusion fortfahren. Richterin Araceli Martínez-Olguín hat nun in letzter Instanz den Fünf-Jahres-Plan, der zwischen den Medienriesen und den zwölf Bundesstaatsanwälten ausgearbeitet wurde, akzeptiert und die Übernahme freigegeben.

Gericht billigt Fünf-Jahres-Plan

“Das Gericht ist der Ansicht, dass der vorgeschlagene Vergleich eine angemessene sachliche und rechtliche Lösung des Rechtsstreits darstellt”, erklärt Richterin Araceli Martínez-Olguín in ihrer Begründung. “Der von den Parteien vorgeschlagene Vergleich fällt in den Rahmen der in den Schriftsätzen dargelegten Sachlage.”

“Das Gericht erkennt an, dass dieser vorgeschlagene Vergleich einen Kompromiss hinsichtlich der Ansprüche darstellt, der nicht bis zu einer vollständigen gerichtlichen Entscheidung reicht – ein Kompromiss, der zwar bei beiden Seiten und in der Öffentlichkeit eine gewisse Unzufriedenheit hervorrufen mag, der jedoch das Risiko, den Zeitaufwand und die Kosten eines Gerichtsverfahrens erspart”, fährt sie fort und wendet sich damit auch an die Kritiker der Übernahme.

Widerstand von Kritikern und Stars

Der Verbund ‘Block the Merger’ sagte infolge der Genehmigung: “In den kommenden Jahren werden wir dieses Versäumnis, die Verbraucher über die finanziellen Interessen der Unternehmensfusionen zu stellen, als den Wendepunkt für die Medien in diesem Land bezeichnen können. Die Genehmigung der Fusion von Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery ohne sinnvolle strukturelle Auflagen wird Arbeitsplätze kosten, die Kreativität einschränken, den unabhängigen Journalismus schwächen und unsere Rechte aus dem Ersten Verfassungszusatz beeinträchtigen. Die Auswirkungen dieser Fusion werden weitreichend, langanhaltend und unaufhaltsam sein.”

Auch Mark Ruffalo, ein großer Kritiker der geplanten Fusion und von Paramount CEO Ellison, schrieb dazu auf Threads: “Diese Fusion wird die Kreativität ersticken, die Meinungsfreiheit einschränken und Menschen ihren Arbeitsplatz kosten – sie ist ein schlechtes Geschäft für dieses Land und hätte niemals genehmigt werden dürfen. Das ist ein unglaublich enttäuschendes Ergebnis für die Hunderttausenden von uns, die sich dagegen gewehrt haben, aber es ist auch nicht das Ende. Diese Basisbewegung wird nicht einfach verschwinden, und unsere Entschlossenheit auch nicht.”

“Hier ging es nie nur um eine einzige Fusion: Es ging darum, sich gegen korrupte Oligarchen und Milliardäre zu wehren, die die Interessen der einfachen Menschen mit Füßen treten, um sich selbst zu bereichern. Dieser Kampf dauert noch an. Schließt euch uns an”, fährt der Schauspieler fort.

Der lange Weg zur Mega-Fusion

Nachdem die geplante Fusion bekannt wurde, hatten sowohl ein Verbund aus zwölf Bundesstaatsanwälten als auch die Writers Guild of America Klage dagegen eingereicht. Eine Kartellrechtsverhandlung sollte im März 2027 starten. Nach einer hohen Bürgschaftsforderung seitens Paramount, trafen sich die Bundesstaatsanwälte sowie Vertreter der Medienriesen zu Verhandlungsgesprächen.

Ergebnis war der Fünf-Jahres-Plan, welcher nun richterlich bestätigt wurde. Auch wenn hier einige Befürchtungen, wie die politische Einflussnahme durch die Regierung von US-Präsident Trump, abgemildert werden, ist es unklar, wie es nach fünf Jahren weitergehen wird. Die Folgen für Kreativschaffende sind derzeit noch nicht abzusehen.