Mad Max: Fury Road: ein Bösewicht in typischer Endzeit-Montur sitzt am Steuer seines Fahrzeugs und blickt entschlossen auf die Straße.

Quelle: Warner Bros.

George Miller plant einen letzten „Mad Max-Film“ und eine Serie

Der 81-jährige Regisseur spricht offenbar mit mehreren Studios über die Zukunft seiner Endzeitreihe. Warner Bros. soll sowohl den Film als auch die Serie abgelehnt haben.

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Von Ahmet Iscitürk

15.06.2026 - 10:05 Uhr

George Miller will noch einmal ins Ödland zurückkehren. Der Schöpfer von Mad Max hat sich laut einem Bericht von Puck mit mehreren Hollywood-Studios getroffen, um einen weiteren Kinofilm auf den Weg zu bringen. Danach soll eine Fernsehserie folgen. Anschließend möchte Miller das gesamte Franchise offenbar an den Höchstbietenden verkaufen.

Rückkehr von Tom Hardy?

Über den Film Mad Max: The Wasteland wird seit über zehn Jahren spekuliert. Ursprünglich war geplant, dass Hollywood-Star Tom Hardy nach Mad Max: Fury Road erneut in die Rolle des Max Rockatansky schlüpft. Ob Hardy für das geplante Finale unter einem neuen Studio zurückkehren würde, ist noch offen.

Amazon, Universal und Sony Pictures sollen Interesse an Millers Plänen gezeigt haben. Gespräche bedeuten allerdings noch keinen Vertrag. Weder der Film noch die Serie wurden bislang offiziell angekündigt. Auch ein Produktionsbeginn, eine Besetzung oder mögliche Veröffentlichungstermine stehen nicht fest.

Warner Bros. ist dagegen offenbar aus dem Rennen. Das Studio war in unterschiedlicher Form am Vertrieb aller fünf bisherigen Filme beteiligt. Miller soll seinen Vorschlag auch auf dem Studiogelände in Burbank vorgestellt haben. Sowohl die Film- als auch die Fernsehabteilung hätten jedoch abgelehnt.

Die Entscheidung überrascht nach dem Abschneiden von Furiosa: A Mad Max Saga (2024) nur bedingt. Der Film spielte weltweit rund 175 Millionen US-Dollar ein und damit ungefähr so viel, wie seine Produktion gekostet haben soll. Marketingausgaben und der Anteil der Kinos sind dabei noch nicht berücksichtigt. Gute Kritiken und eine treue Fangemeinde reichten deshalb nicht aus, um aus Furiosa einen wirtschaftlichen Erfolg zu machen.

Der neue Mad Max

Welche Geschichte Miller als letzten Film erzählen möchte, geht aus dem Bericht nicht hervor. Seit Mad Max: Fury Road (2015) wird immer wieder über Mad Max: The Wasteland gesprochen. Das Projekt sollte erneut Max Rockatansky in den Mittelpunkt rücken und zeitlich vor Fury Road spielen. Ob Millers aktuelle Gespräche tatsächlich diesem Film gelten, ist jedoch nicht bekannt.

Ebenso offen bleibt, worum es in der geplanten Serie gehen könnte. Das Ödland bietet genug Figuren, Orte und Konflikte für weitere Geschichten. Gerade deshalb wäre eine Serie mehr als eine bloße Verlängerung der Kinoreihe. Sie müsste zeigen, ob diese Welt auch ohne eine zweistündige Verfolgungsjagd und Millers kompromisslose Inszenierung funktioniert.

Für den Regisseur wäre der Plan ein klar geregelter Abschied. Miller führte bei allen bisherigen Mad Max-Filmen Regie oder war an ihrer Inszenierung beteiligt. Seit dem ersten Teil aus dem Jahr 1979 hat er die Reihe über fast fünf Jahrzehnte geprägt. Bevor jemand anderes das Steuer übernimmt, möchte er offenbar noch selbst bestimmen, wohin die letzte Fahrt führt.

Nach dem schwachen Abschneiden von Furiosa fehlt es Mad Max nicht an Geschichten, sondern an Vertrauen. George Miller muss erst ein Studio davon überzeugen, dass es sich noch lohnt, Millionen ins Ödland zu pumpen.

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