Disney hält weiterhin am Kinostart von Avatar 4 fest. In Deutschland soll der Film am 19. Dezember 2029 anlaufen, in den USA zwei Tage später. Ob James Cameron diesen Termin halten kann, ist jedoch offen.
Was ist zur Story von Avatar 4 bekannt?
Avatar 4 setzt direkt nach Avatar: Fire and Ash an, bevor die Handlung noch im ersten Drittel mehrere Jahre überspringt. Sam Worthington, Zoe Saldaña, Sigourney Weaver, Stephen Lang und Oona Chaplin sollen zurückkehren, Michelle Yeoh ist auch für den fünften Film vorgesehen. Konkrete Details zur Handlung fehlen bislang. James Cameron deutete lediglich an, die von Oona Chaplin gespielte Antagonistin Varang nach den Reaktionen auf den dritten Film stärker einzubinden.
Produzentin Rae Sanchini erklärte Anfang April, das Team kalkuliere derzeit Budgets, erstelle Zeitpläne und entwickle eine neue technische Produktionspipeline. Die Drehbücher zu Avatar 4 und Avatar 5 seien fertig. Die geplanten Kinostarts 2029 und 2031 bezeichnete sie dennoch ausdrücklich als vorläufig.
James Cameron benannte im Mai den eigentlichen Engpass: Die bisherigen Filme kosteten zu viel Geld und verschlangen zu viel Zeit. Avatar 4 und Avatar 5 sollen deshalb in der Hälfte der bisherigen Produktionszeit und für zwei Drittel der Kosten entstehen. Allein die Entwicklung der dafür notwendigen Verfahren könnte nach seiner Einschätzung rund ein Jahr dauern.
Die Geldbörse sitzt nicht mehr so locker
Ein Drittel von Avatar 4 ist bereits gedreht. Die Aufnahmen entstanden parallel zu Avatar: The Way of Water (2022) und Avatar: Fire and Ash (2025), weil die Handlung nach dem ersten Drittel mehrere Jahre überspringt. Cameron wollte die jüngeren Darsteller noch vor diesem Zeitsprung im passenden Alter aufnehmen. Der Großteil des Films steht trotzdem noch aus.
Auch wirtschaftlich ist die Lage komplizierter, als es ein Einspielergebnis von rund 1,5 Milliarden US-Dollar zunächst vermuten lässt. Für fast jede andere Reihe wäre Avatar: Fire and Ash damit ein uneingeschränkter Erfolg. Innerhalb des eigenen Franchise blieb der Film jedoch deutlich hinter Avatar: Aufbruch nach Pandora (2009) und Avatar: The Way of Water zurück. Bei Produktionskosten dieser Größenordnung zählt deshalb nicht nur, wie viel ein Film einspielt, sondern wie teuer dieser Erfolg erkauft wurde.
Avatar 4 ist damit weder abgesagt noch gesichert. Das Drehbuch steht, ein Teil des Films ist gedreht und die Planung läuft. Ob der Start im Dezember 2029 zu halten ist, entscheidet sich daran, ob Cameron den restlichen Film deutlich schneller und günstiger produzieren kann.

