The Magic School Bus: die Lehrerin gibt einem sportlichen Mann die Hand. Im Hintergrund sehen wir ihre Schüler.

Quelle: The Magic School Bus / YouTube

Nach sechs Jahren Stillstand: „Der Zauberschulbus“ fährt mit Elizabeth Banks ins Kino

Legendary übernimmt die Rechte von Universal. Rob Letterman soll den Realfilm inszenieren, Elizabeth Banks bleibt als Ms. Frizzle an Bord.

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Von Ahmet Iscitürk

24.06.2026 - 11:30 Uhr

Sechs Jahre lang stand Hollywoods ungewöhnlichstes Unterrichtsfahrzeug in der Werkstatt. Jetzt kommt wieder Bewegung in die geplante Realverfilmung von The Magic School Bus, die in Deutschland als Der Zauberschulbus bekannt ist.

Was ist Der Zauberschulbus?

Die Kinderbuchreihe The Magic School Bus erschien erstmals 1986 und wurde von Joanna Cole geschrieben sowie von Bruce Degen illustriert. Die Geschichten begleiten die Lehrerin Ms. Valerie Frizzle und ihre Schulklasse auf fantastischen Exkursionen zu wissenschaftlichen Themen. Die Zeichentrickserie lief von 1994 bis 1997 in vier Staffeln mit 52 Folgen. Lily Tomlin sprach Ms. Frizzle. In Deutschland startete Der Zauberschulbus 1996 bei ProSieben. Netflix setzte die Reihe 2017 mit Der Zauberschulbus ist wieder unterwegs fort.

Legendary Entertainment hat die Filmrechte von Universal übernommen und entwickelt das Projekt gemeinsam mit Scholastic Entertainment weiter. Elizabeth Banks wird weiterhin die exzentrische Lehrerin Ms. Frizzle verkörpern und den Film über ihre Produktionsfirma Brownstone Productions produzieren. Rob Letterman soll zunächst ein Treatment ausarbeiten und anschließend Regie führen. Einen Kinostart gibt es bislang nicht.

Gute Voraussetzungen

Universal kündigte bereits im Juni 2020 einen Film mit Banks als Ms. Frizzle an. Danach verschwand das Projekt für sechs Jahre in der Versenkung. Mit Letterman hat das Studio einen Regisseur gefunden, der Kinderstoffe bereits mehrfach in reale Welten übertragen hat. Er inszenierte Gänsehaut (2015) sowie Pokémon Meisterdetektiv Pikachu (2019) und arbeitete bei Letzterem bereits mit Legendary zusammen. Beide Filme kombinierten menschliche Darsteller mit Figuren und Umgebungen, die größtenteils erst am Computer entstanden. Für einen Bus, der seine Größe verändert, durch die Zeit reist und gelegentlich im menschlichen Verdauungstrakt parkt, dürfte seine Erfahrung also ganz nützlich sein.

Die technische Umsetzung dürfte noch die kleinere Herausforderung sein. Schwieriger wird es, den eigentümlichen Ton der Vorlage zu bewahren. Der Zauberschulbus verband wissenschaftliche Bildung mit Abenteuern, bei denen eine Lehrerin ihre Klasse regelmäßig in Situationen brachte, die jeden Elternabend augenblicklich beendet und mehrere Klagen nach sich gezogen hätten. Ob daraus nur ein weiteres digitales Effektspektakel wird oder der Film den Zauber des Stoffes bewahrt, dürfte sich frühestens mit dem ersten Trailer zeigen.

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