The Blair Witch Project: es ist die obere Gesichtshälfte einer verängstigten jungen Frau zu sehen, und sie trägt eine beige Wollmütze.

Quelle: Lionsgate / Blair Witch Project Trailer

„Blair Witch“ kehrt 2027 ins Kino zurück

Lionsgate startet den noch titellosen Horrorfilm am 24. September 2027 in den USA. YouTube-Regisseur Dylan Clark übernimmt die Inszenierung.

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Von Ahmet Iscitürk

24.06.2026 - 07:11 Uhr

Die Blair-Hexe hat einen neuen Termin für ihren nächsten Waldspaziergang. Lionsgate bringt den noch titellosen Film am 24. September 2027 in die US-Kinos. Das Studio verkündete den Start mit einem kurzen Video. Ein deutscher Kinostart steht bislang nicht fest.

Was ist Blair Witch Project?

The Blair Witch Project (1999) erzählt von drei Filmstudierenden, die bei Dreharbeiten über eine lokale Hexenlegende in den Wäldern von Maryland verschwinden. Der Film machte Found Footage zum weltweiten Phänomen.

Zur Handlung schweigen die Beteiligten weiterhin. Fest steht jedoch, dass es sich nicht um eine klassische Neuverfilmung von The Blair Witch Project (1999) handeln soll. Michael C. Williams, einer der drei Hauptdarsteller des Originals, stellte bereits im Mai klar: „Es ist kein Remake. Wartet einfach ab. Die Hexe ist zurück.“ Lionsgate bezeichnet das Projekt als neues Kapitel, das die Reihe einer jüngeren Generation vorstellen soll.

Regie führt Dylan Clark, der durch seine Horror-Kurzfilme auf YouTube bekannt wurde. Sein siebenminütiger Film Portrait of God (2022) wird derzeit von Universal als Langfilm entwickelt. Sam Raimi und Jordan Peele gehören dort zum Produktionsteam. Das Drehbuch zum neuen Blair Witch-Film stammt von Chris Thomas Devlin, der zuvor an Texas Chainsaw Massacre (2022) und Cobweb (2023) arbeitete.

Produziert wird der Film unter anderem von Jason Blum, James Wan und Roy Lee. Besonders wichtig ist jedoch die Rückkehr mehrerer Beteiligter des Originals. Die Regisseure Eduardo Sánchez und Daniel Myrick, Produzent Gregg Hale sowie die Darsteller Joshua Leonard und Michael C. Williams sind als Executive Producer beteiligt. Damit erhält die Neuauflage erstmals seit dem Original wieder direkten kreativen Beistand von einem größeren Teil des damaligen Teams.

Interessantes Detail: Leonard, Williams und Rei Hance, die früher unter dem Namen Heather Donahue auftrat, hatten Lionsgate noch 2024 öffentlich kritisiert. Sie warfen dem Studio vor, ihre Gesichter und Leistungen über Jahrzehnte für die Marke genutzt zu haben, ohne sie angemessen zu beteiligen. Hance gehört nach aktuellem Stand nicht zum neuen Produktionsteam.

Der erste Film gehört zu den größten finanziellen Sensationen der Kinogeschichte. The Blair Witch Project entstand für einen niedrigen sechsstelligen Betrag und spielte weltweit fast 250 Millionen US-Dollar ein. Seine Wirkung beruhte nicht allein auf verwackelten Kamerabildern und nächtlichen Geräuschen. Die Werbekampagne behandelte die drei Darsteller zeitweise wie tatsächlich verschwundene Personen und verwischte gezielt die Grenze zwischen Film und angeblich gefundenem Video-Material.

Book of Shadows: Blair Witch 2 (2000) verließ den Found-Footage-Pfad weitgehend und spielte weltweit rund 48 Millionen US-Dollar ein. Adam Wingards Blair Witch (2016) kehrte zur wackelnden Kamera und in die Wälder von Maryland zurück, kam aber ebenfalls nur auf etwa 45 Millionen US-Dollar. Beide Filme konnten die kulturelle und wirtschaftliche Wirkung des Originals nicht annähernd erreichen.

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