Moana: Moana und ein hawaiianischer Eingeborener stehen am Strand und unterhalten sich.

Quelle: Disney / Moana Trailer

„Vaiana“ startet schwach, „Toy Story 5“ erreicht 879 Millionen Dollar

Disneys 250 Millionen Dollar teure Realverfilmung bleibt deutlich hinter den Erwartungen. Pixars Fortsetzung nähert sich dagegen dem bisherigen Reihenrekord.

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Von Ahmet Iscitürk

13.07.2026 - 08:15 Uhr

Eine bekannte Vorlage, Dwayne Johnson und eine weitgehend unveränderte Geschichte haben Vaiana (2026) nicht den erwarteten Kinostart beschert. Disneys Realverfilmung spielte am ersten Wochenende weltweit 95 Millionen Dollar ein. Davon entfielen 43 Millionen auf Nordamerika und 52 Millionen auf die übrigen Märkte.

Warum heißt Vaiana nicht Moana?

Der Name der Disney-Heldin wurde in Europa aufgrund von Markenrechtsproblemen von Moana in Vaiana geändert. Italien ging noch einen Schritt weiter und benannte den Film in Oceania um, um Verwechslungen mit der bekannten Pornodarstellerin Moana Pozzi zu vermeiden.

Für einen Film mit Produktionskosten von rund 250 Millionen Dollar ist das ein problematischer Auftakt. Disney hatte vor dem Wochenende mit einem weltweiten Ergebnis zwischen 130 und 140 Millionen Dollar gerechnet. Vaiana verfehlte die eigene Prognose damit um mindestens 35 Millionen Dollar.

Die größten internationalen Märkte waren Australien mit 5,3 Millionen Dollar, Frankreich mit 5,2 Millionen Dollar und Südkorea mit 3,8 Millionen Dollar. In China kam der Film lediglich auf 1,2 Millionen Dollar.

Vaiana schrammt damit nur haarscharf an dem enttäuschenden 87-Millionen-Dollar-Start von Schneewittchen (2025) vorbei. Das Alter der Marke taugt diesmal allerdings nicht als Ausrede. Das animierte Vaiana-Original erschien 2016, das Sequel folgte erst Ende 2024. Die bittere Lektion für Disney: Für den Nostalgiefaktor ist es noch viel zu früh, für einen fast identischen Realfilm-Klon erst recht.

Beim Publikum kommt Vaiana deutlich besser an als bei vielen Kritikern. Das könnte dem Film in den kommenden Wochen helfen. Bei Produktionskosten von rund 250 Millionen Dollar reicht freundliche Mundpropaganda allein allerdings nicht: Vaiana braucht einen ungewöhnlich langen Atem, um den schwachen Start noch auszugleichen.

Spielzeug macht Ernst

Deutlich besser läuft es für Toy Story 5. Pixars Fortsetzung nahm an ihrem vierten Wochenende weitere 45 Millionen Dollar außerhalb Nordamerikas ein und steht nun weltweit bei 879,1 Millionen Dollar. Davon stammen 475,3 Millionen aus den internationalen Märkten und 403,8 Millionen aus Nordamerika.

Zum bisherigen Reihenrekord von A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando (2019) fehlen damit noch rund 191 Millionen Dollar. Der vierte Teil beendete seinen Kinolauf mit 1,07 Milliarden Dollar. Die Milliardenmarke und der Rekord bleiben für Toy Story 5 damit erreichbar.

Auch die Konkurrenz durch Minions & Monsters hat den Lauf bislang nicht entscheidend gebremst. Das Animationsabenteuer steht nach seinem zweiten Wochenende weltweit bei 280 Millionen Dollar. Der Film könnte zwar zum schwächsten Teil des erfolgreichen Franchises werden, kostete aber lediglich 85 Millionen Dollar und dürfte Universal dennoch einen Gewinn bescheren.

Weniger überzeugend startete Evil Dead Burn. Der sechste Teil der Horrorreihe nahm weltweit 27 Millionen Dollar ein, davon 13,3 Millionen außerhalb Nordamerikas. Das Ergebnis liegt unter dem Auftakt von Evil Dead Rise (2023). Dank des überschaubaren Produktionsbudgets von 20 Millionen Dollar benötigt der Film allerdings keinen außergewöhnlich langen Atem, um seine Kosten wieder einzuspielen.

Michael feiert derweil einen beispiellosen Siegeszug. Das Biopic hat an den weltweiten Kinokassen die Milliardenhürde genommen und sichert sich als allererste Filmbiografie das Ticket für diesen exklusiven Club. Zugleich beschert das Werk dem Kinojahr 2026 nach Der Super Mario Galaxy Film den zweiten Megaerfolg in Milliardenhöhe.