Madonna - "Confessions II - The Film": Madonnas Gesicht ist in Dunkelheit gehüllt. Man erkennt die obere Partie ihres Antlitzes.

Quelle: Madonna YouTube - "Confessions II - The Film" / Youtube

Madonna verrät erstmals, warum ihr Biopic scheiterte: Universal hielt das Budget für zu groß.

Vier Jahre lang entwickelte Madonna einen Film über ihr Leben. Nun verrät sie, warum das Projekt mit Julia Garner zerbrach und weshalb auch der Wechsel zu Netflix keine schnelle Lösung brachte.

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Von Ahmet Iscitürk

25.06.2026 - 08:05 Uhr

Fünf Jahrzehnte Popgeschichte sind nicht billig zu verfilmen. Madonna und Universal hatten offenbar sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie viel ihr lange geplantes Biopic kosten durfte. In einem neuen Interview erklärte die Musikerin, dass der Streit über das Budget schließlich zum Bruch mit dem Studio führte.

Julia Garner als Madonna

Julia Garner sollte Madonna in dem geplanten Biopic spielen. Die dreifache Emmy-Gewinnerin wurde vor allem durch Ozark (2017–2022) und Inventing Anna (2022) bekannt. Sie setzte sich in einem aufwendigen Casting durch, das Schauspiel-, Gesangs- und Tanzproben umfasste.

Zwei Jahre habe sie am Drehbuch gearbeitet. Weitere zwei Jahre verbrachte sie nach eigener Aussage mit den Produktionsverantwortlichen von Universal, um Besetzung und Finanzierung zu planen. Für Madonna lag das Problem auf der Hand: Ihr Leben sei außergewöhnlich und entsprechend umfangreich gewesen. Der Film habe deshalb ein großes Budget benötigt. Universal konnte oder wollte diese Rechnung nicht mitgehen.

Das Projekt war bereits im September 2020 offiziell angekündigt worden. Madonna sollte selbst Regie führen und schrieb das Drehbuch zunächst gemeinsam mit Juno-Autorin Diablo Cody. Amy Pascal war als Produzentin beteiligt. Für die Hauptrolle wurde später Julia Garner ausgewählt, die sich in einem aufwendigen Casting gegen mehrere Konkurrentinnen durchsetzte.

Selbst Serbien konnte das Biopic nicht retten

Um die Kosten zu senken, schlug Madonna vor, den Film in Serbien zu drehen. Universal habe jedoch bezweifelt, dass sie dort länger als vier Tage arbeiten würde. Eine Reaktion, die bei ihr erwartungsgemäß nicht gut ankam.

Madonna verwies darauf, dass ihr gesamtes Leben vom Überleben geprägt gewesen sei und sie kaum nach Serbien reisen würde, um dort Urlaub zu machen. Hinter dem Streit über Drehorte und Drehtage stand damit eine grundsätzlichere Frage: Vertraute Universal darauf, dass Madonna einen Film dieser Größenordnung selbst inszenieren konnte?

Anfang 2023 wurde das Projekt gestoppt. Damals galt Madonnas angekündigte Welttournee noch als naheliegender Grund. Ihre jetzigen Aussagen zeichnen ein anderes Bild.

Auch Netflix brachte keine schnelle Lösung

Nach dem Ende des Kinofilms meldete sich laut Madonna Netflix mit der Idee, ihre Lebensgeschichte als Serie zu erzählen. Das größere Format hätte mehr Platz für ihre Karriere geboten, führte jedoch direkt zum nächsten Problem.

Madonna konnte das für Universal geschriebene Drehbuch nicht einfach weiterverwenden. Nach ihrer Darstellung hätte sie den Text zu einem aus ihrer Sicht erpresserisch hohen Preis zurückkaufen müssen, obwohl sie selbst daran geschrieben hatte. Sie begann deshalb, das Projekt als Serie neu zu entwickeln.

Dabei musste sie feststellen, dass eine Serie nicht nur ein längerer Film in Episodenform ist. Madonna suchte nach einem geeigneten Showrunner, fand nach eigenen Angaben jedoch auch nach acht oder neun Monaten niemanden, dem sie das Projekt anvertrauen wollte.

Im Mai 2025 wurde bekannt, dass sie gemeinsam mit Produzent und Regisseur Shawn Levy an einer Netflix-Miniserie über ihr Leben arbeitete. Ein Produktionsbeginn oder Veröffentlichungstermin wurde bislang nicht angekündigt. Julia Garner blieb derweil mit Madonna in Kontakt und sollte weiterhin die Hauptrolle übernehmen.

Madonnas Biopic ist damit nicht nur an einem zu hohen Budget gescheitert. Es blieb auch an der Frage hängen, wie sich eine der umfangreichsten Popkarrieren der vergangenen Jahrzehnte überhaupt in eine überschaubare Produktion pressen lässt. Universal wollte eine finanzierbare Lösung. Madonna wollte ihr Leben nicht verkleinern. Vier Jahre später existieren deshalb ein Drehbuch, eine Hauptdarstellerin und zahlreiche Pläne. Nur der Film fehlt.

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