The Odyssey: Matt Damon als Odysseus setzt sich seinen Helm auf.

Quelle: Universal Pictures / The Odyssey Trailer

„Die Odyssee“: Erste Stimmen feiern Christopher Nolans IMAX-Epos

Christopher Nolans „Die Odyssee“ sorgt nach der London-Premiere für starke erste Reaktionen. Reguläre Kritiken stehen aber noch aus.

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Von Ahmet Iscitürk

07.07.2026 - 15:03 Uhr

Nach der London-Premiere von Christopher Nolans Die Odyssee überschlagen sich die ersten Reaktionen vor Begeisterung. Doch Vorsicht: Premierenpublikum und Social-Media-Stimmen sind selten ein Maßstab für die klassische Kritikerzunft, die meist deutlich nüchterner zu Werke geht. Dennoch sind die Lobeshymnen auf die inszenatorische Wucht, die IMAX-Bildgewalt und das Ensemble kaum zu überhören. Ab dem 16. Juli 2026 kann sich das Publikum im Kino selbst ein Bild machen.

Die wichtigsten „Odyssee“-Verfilmungen

Homers Epos wurde mehrfach fürs Kino und Fernsehen adaptiert. Zu den bekanntesten Fassungen zählen Die Fahrten des Odysseus (1954) mit Kirk Douglas, die TV-Miniserie Die Abenteuer des Odysseus (1997), die freie Coen-Adaption O Brother, Where Art Thou? (2000) und The Return (2024) mit Ralph Fiennes.

Nolan adaptiert Homers Epos über Odysseus, der nach dem Trojanischen Krieg den Weg zurück nach Ithaka sucht. Matt Damon führt das Ensemble als Odysseus an. Außerdem spielen Anne Hathaway, Tom Holland, Zendaya, Robert Pattinson, Lupita Nyong’o, Charlize Theron, Samantha Morton, Jon Bernthal, Benny Safdie, Himesh Patel und Mia Goth mit. An großen Namen mangelt es dem Film also nicht.

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Hat sich Nolan selbst übertroffen?

Die ersten Reaktionen legen nahe, dass Nolan hier seinen eigenen inszenatorischen Maßstab noch einmal deutlich nach oben korrigiert. Gelobt werden vor allem die wuchtigen Kampfszenen, das Produktionsdesign und der exzellente Einsatz des IMAX-Formats. Auch Damon, Hathaway und Pattinson werden mehrfach hervorgehoben; insbesondere Pattinson soll als Antinoos eine der markantesten Leistungen des Films abliefern.

Überraschend ist zudem die wiederholte Erwähnung deutlicher Horror-Elemente. Für Nolan kein kompletter Bruch, schließlich speist sich seine Bedrohungskulisse seit jeher aus Zeitdruck, Klaustrophobie und Kontrollverlust. Dennoch markiert eine explizit ausgespielte Horror-Note innerhalb seiner Filmografie einen neuen Akzent. Wer bei Die Odyssee bloßes Sandalenkino erwartet, bekommt offensichtlich mehr als nur Schlachtengetümmel, Staub und bedeutungsschwangere Blicke in den Horizont.

David Ehrlich von IndieWire zählt zu den wenigen Stimmen, die trotz positiver Grundhaltung etwas bremsen: Für ihn ist Die Odyssee zu sperrig, um zu Nolans absoluten Top-Werken zu gehören, der letzte Akt belohne die Reise aber dennoch.