Minions & Monsters: viele kleine Minions bauen sich zu einer Wand auf. Vor ihnen steht eine kleine Person mit Mütze, die offensichtlich versucht, die Minions aufzuhalten.

Quelle: illumination und Universal Pictures / Minions & Monsters Trailer

„Minions & Monsters“ schlägt „Toy Story 5“ an den US-Kinokassen

Der neue Minions-Film holt Platz eins am US-Wochenende. Für die gelbe Milliardenmarke ist der Start trotzdem kein reiner Triumph.

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Von Ahmet Iscitürk

07.07.2026 - 11:09 Uhr

Die Minions haben Toy Story 5 an den nordamerikanischen Kinokassen überholt. So richtig nach Machtdemonstration sieht dieser Sieg allerdings nicht aus. Minions & Monsters spielte am Wochenende in den USA und Kanada nach Studioschätzungen 36,4 Millionen US-Dollar ein und setzte sich damit vor Pixars Toy Story 5, der auf 31 Millionen US-Dollar kam.

Da der Film in Nordamerika bereits am Mittwoch anlief, liegt sein Fünftagesergebnis bei 61,4 Millionen US-Dollar. Weltweit kommt der siebte Kinofilm aus dem Ich – Einfach unverbesserlich-Universum zum Start auf 160 Millionen US-Dollar. Das reicht locker für Platz eins, ist für eine Marke dieser Größe aber trotzdem kein Ergebnis, bei dem Universal und Illumination die Champagnerkorken knallen lassen müssen.

Ein Sieg mit Dämpfer

Die Minions gehören seit Jahren zu den verlässlichsten Familienmarken im Kino. Umso gedämpfter wirkt das Ergebnis von Minions & Monsters. Der Film gewinnt zwar das Wochenende, bleibt aber spürbar hinter den früheren Auftaktzahlen der Reihe zurück. Ein Flop ist das nicht, aber eben auch kein Triumph.

Für Disney ist Platz zwei dagegen kein Warnsignal. Toy Story 5 läuft in Nordamerika bereits seit mehreren Wochen und hatte zuvor deutlich stärker eröffnet. In Deutschland startet der Pixar-Film erst am 23. Juli 2026. Minions & Monsters ist hierzulande dagegen schon seit dem 1. Juli 2026 in den Kinos zu sehen.

„Supergirl“ verliert weiter deutlich

Hinter den beiden Animationsfilmen landete Young Washington mit 20,8 Millionen US-Dollar auf Platz drei. Der Historienfilm erzählt von George Washingtons früher Militärzeit und profitierte in den USA vom Feiertagswochenende rund um den Independence Day. Einen deutschen Kinostart gibt es bislang nicht.

Für Supergirl sieht die Lage schwieriger aus. Der DC-Film mit Milly Alcock fiel am zweiten Wochenende um 74 Prozent und kam nur noch auf 9,6 Millionen US-Dollar. Damit rutschte der Film auf Platz vier. Nach dem enttäuschenden Auftakt bestätigt dieser Rückgang, wie schwer es der Film beim Publikum hat.

Auffällig bleibt der Blick auf die zweite Reihe der Charts. Obsession und Backrooms halten sich weiter in den Top Ten und zeigen, dass kleine, günstig produzierte Filme in diesem Kinojahr nicht nur Randnotizen sind. Während große Marken um jede Million kämpfen, laufen einige Low-Budget-Werke weiter erstaunlich stabil. Hollywood wird daraus vermutlich wieder die falschen Schlüsse ziehen. Es wäre ja auch zu einfach, Erfolg einmal mit gesundem Menschenverstand zu analysieren.