Jason Bourne: Schauspieler Matt Damon sitzt nachdenklich in einem kargen Raum.

Quelle: Universal Pictures

Matt Damon will Jason Bourne zurückbringen, doch offenbar fehlt noch die zündende Idee

Matt Damon wäre offen für einen weiteren Bourne-Film. Das klingt nach guter Nachricht für Actionfans, doch noch fehlt ein plausibler Grund für Jasons Rückkehr.

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Von Ahmet Iscitürk

12.06.2026 - 11:37 Uhr

Matt Damon hat Jason Bourne offenbar noch nicht endgültig begraben. In einem Gespräch mit Parade erklärte der Schauspieler, dass es immer wieder Versuche gebe, einen weiteren Film der Reihe auf die Beine zu stellen. Wörtlich sagte Damon: „Wir versuchen immer wieder, noch einen dieser Filme auf die Beine zu stellen, weil wir sie alle geliebt haben. Wirklich alle, die daran gearbeitet haben … Deshalb gibt es immer wieder Versuche, ein Drehbuch zu entwickeln und eine neue Geschichte zu finden. Wenn euch also etwas einfällt: Lasst es uns wissen.“

Wer ist Jason Bourne?

Jason Bourne stammt aus den Romanen von Robert Ludlum. Es begann 1980 mit Die Bourne Identität, gefolgt von Die Bourne Verschwörung und Das Bourne Ultimatum. Die Filme übernahmen Grundidee und Figur, entfernten sich aber deutlich von den Büchern. Aus Ludlums Kalter-Krieg-Thrillern wurde im Kino ein moderner Paranoia-Agententhriller über Geheimprogramme, Überwachung und Identitätsverlust. Matt Damon prägte die Rolle ab 2002, später wurde die Reihe mit Das Bourne Vermächtnis kurz ohne ihn erweitert.

Die Aussage zeigt, warum ein neuer Bourne-Film seit Jahren auf sich warten lässt. Es fehlt offenbar der entscheidende Kniff, denn die Geschichte war nach der ursprünglichen Trilogie eigentlich auserzählt. Universal versuchte es sogar ohne Damon: Das Bourne Vermächtnis (2012) zeichnete nach Das Bourne Ultimatum (2007) eine Nebenlinie mit Jeremy Renner. Damon kehrte erst zurück, als auch Paul Greengrass wieder an Bord war. Jason Bourne (2016) brachte das alte Team wieder zusammen, aber die Reaktionen waren äußerst gemischt.

Genau darin liegt das Problem. Bourne funktioniert nicht wie James Bond. Er ist keine Serienfigur, der man alle paar Jahre einen neuen Auftrag, einen neuen Gegner und ein neues Auto hinstellt. Jason Bourne funktioniert nicht so. Seine Geschichte war nie: Agent erledigt Mission. Seine Geschichte war: Ein Mann ohne Erinnerung findet heraus, wer ihn gebrochen, trainiert und manipuliert hat. Diese Suche trug die ersten drei Filme. Danach war der wichtigste Teil erzählt. Ein neuer Bourne-Film kann ihn deshalb nicht einfach wieder auf dieselbe Reise schicken. Ohne neue Idee läuft die Bourne nur noch seiner eigenen Vergangenheit hinterher.

Wird Edward Berger die Regie übernehmen?

Universal scheint das längst erkannt zu haben. Schon 2023 wurde bekannt, dass ein neuer Bourne-Film entwickelt wird. Im Gespräch war damals Edward Berger, der Regisseur von Im Westen nichts Neues (2022). Ein fertiges Drehbuch gab es zu diesem Zeitpunkt nicht, auch Damons Rückkehr war nicht bestätigt. Edward Berger wäre definitiv keine schlechte Wahl, zumal Damon gern mit Regisseuren arbeitet, die mehr liefern als reines Popcorn-Kino.

Paul Greengrass scheint dagegen nicht auf eine weitere Runde zu drängen. 2024 machte er deutlich, dass er seinen Teil geleistet habe und die Reihe aus seiner Sicht jemanden Jüngeren brauche. Das ist vielleicht die ehrlichste Diagnose. Die Reihe kann nicht noch einmal so tun, als stünde Bourne am Anfang seiner eigenen Geschichte. Dieser Teil ist vorbei. Ein neuer Film müsste deshalb nicht nur eine neue Bedrohung erfinden, sondern auch einen glaubwürdigen Grund, warum Bourne überhaupt wieder eingreift.

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